Warum gehen onkologische Reha-Anträge und Reha-Leistungen der Deutschen Rentenversicherung zurück? Ergebnisse qualitativer Interviews mit Patienten aus onkologischen Versorgungszentren

Abstract

Inzidenz und Überlebensraten bei onkologischen Erkrankungen steigen und damit auch der potenzielle Reha-Bedarf bei den Betroffenen. Invers zu den Krebserkrankungen gehen die Leistungen zur medizinischen Rehabilitation nach einer onkologischen Erkrankung zurück. Die Gründe für diesen Rückgang sind weitgehend unklar. Zur Exploration möglicher Gründe wurden leitfadengestützte Interviews mit 25 Patienten der Indikationen Brust-, Darm- und Prostatakrebs aus drei regionalen Versorgungszentren erhoben und inhaltsanalytisch ausgewertet. Die Inanspruchnahme einer medizinischen Rehabilitation abzulehnen hatte unterschiedliche Gründe. Im Vordergrund standen persönliche und private Gründe. Auch berufliche und familiäre Gründe wurden als Hindernis benannt. Anderen waren der organisatorische Aufwand zu groß und lokale Angebote attraktiver. Darüber hinaus wiesen die meisten Patienten Informationsdefizite auf. Die Ergebnisse der Interviews liefern erste Erkenntnisse darüber, welche Hürden und Hemmnisse die Inanspruchnahme einer Reha erschweren.
Original languageGerman
JournalPrävention und Rehabilitation
Volume29
Pages (from-to)76-83
Number of pages8
DOIs
Publication statusPublished - 01.04.2017

Research Areas and Centers

  • Research Area: Center for Population Medicine and Public Health (ZBV)

Cite this