Abstract
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
in der Beschreibung und Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen wurden Angehörige über viele Jahrzehnte übersehen oder - meist im Falle von Partnerinnen - zusätzlich stigmatisiert, indem ihnen unter Konzepten wie der „Co-Abhängigkeit“ eine (Mit-)schuld an Entstehung und Aufrechterhaltung der Erkrankung zugeschrieben wurde. Bezogen auf erwachsene Angehörige kann in diesem Zusammenhang von einer „doppelten Stigmatisierung“ gesprochen werden: über das Stigma hinausgehend, welches leider bis heute allgemein mit Suchterkrankungen verknüpft ist, wird die Entscheidung, den Kontakt zu einem suchtkranken Menschen aufrechterhalten zu wollen, meist mit Unverständnis betrachtet.
in der Beschreibung und Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen wurden Angehörige über viele Jahrzehnte übersehen oder - meist im Falle von Partnerinnen - zusätzlich stigmatisiert, indem ihnen unter Konzepten wie der „Co-Abhängigkeit“ eine (Mit-)schuld an Entstehung und Aufrechterhaltung der Erkrankung zugeschrieben wurde. Bezogen auf erwachsene Angehörige kann in diesem Zusammenhang von einer „doppelten Stigmatisierung“ gesprochen werden: über das Stigma hinausgehend, welches leider bis heute allgemein mit Suchterkrankungen verknüpft ist, wird die Entscheidung, den Kontakt zu einem suchtkranken Menschen aufrechterhalten zu wollen, meist mit Unverständnis betrachtet.
| Translated title of the contribution | Addiction and Relatives |
|---|---|
| Original language | German |
| Journal | Suchttherapie |
| Volume | 18 |
| Issue number | 4 |
| Pages (from-to) | 171 |
| Number of pages | 1 |
| ISSN | 1439-9903 |
| DOIs | |
| Publication status | Published - 01.11.2017 |
UN SDGs
This output contributes to the following UN Sustainable Development Goals (SDGs)
-
SDG 3 Good Health and Well-being
-
SDG 10 Reduced Inequalities
Research Areas and Centers
- Academic Focus: Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)
Cite this
- APA
- Author
- BIBTEX
- Harvard
- Standard
- RIS
- Vancouver