Abstract
Die standardisierte Dokumentation von Diagnosen undProzeduren als Leitmerkmale des klinischen Geschehens steht zunehmend vorheterogenen Herausforderungen. Die Einführung der G-DRGs als pauschalier-tes Entgeltsystems erfordert das zeitnahe Bereitstellen in kodierter Form unterBeachtung komplexer Kodierrichtlinien. Jährliche Anpassungen der Regelwer-ke als Konsequenz von Kalkulationsergebnissen vorjähriger Behandlungsfällemachen eine Kodierung insbesondere der Prozeduren abhängig von klinischenParametern. Das gilt vor allem im Intensivbereich, z.B. mit Beatmungsparame-ter für Scoreberechnungen und Dosierungsangaben teurer Medikamente.Die entsprechenden gesetzlichen Datenübermittlungsanforderungen an Kran-kenkassen für Zwecke der Abrechnung sind also zunehmend anhängig von derGüte der im Allgemeinen aus diversen klinischen Informationssystemen bereit-gestellten Behandlungsdaten. Die im Behandlungsprozess unter anderem zudokumentierenden Diagnosen und Prozeduren sollten auch für andere Zweckewie Qualitätssicherung, Entscheidungsunterstützung und gesundheitstelemati-sche Anwendungen verwendbar sein. Dieses ist jedoch sowohl mit Blick aufdie verwendeten „groben“ Klassifikationen ICD-10-GM und OPS, als auch auf-grund von Verzerrungseffekten durch Befolgen der abrechnungsorientiertenKodierrichtlinien (DRG-Bias) zweifelhaft.Im Workshop 1 soll dieser bekannte Konflikt thematisiert werden. NamhafteExperten beschreiben die jeweiligen Herausforderungen und Lösungsansätzefür eine Wiederverwendung einmal erhobener Daten. Neben der GMDS-Sektion „Medizinische Dokumentation“ wird der Workshop durch die Arbeits-gruppe „Medizinische Dokumentation und Klassifikation“ ausgerichtet. Analogzur realen klinischen Situation kommt diese Arbeitsgruppe seit Jahren aufgrundder Komplexität und monetären Bedeutung der G-DRG-Einführung über Arbei-ten im Bereich der amtlichen Klassifikationen und Regelwerke nicht hinaus.Aus diesem Grunde wird eine GMDS-Projektgruppe „Standardisierte Termino-logien in der Medizin“ gegründet, die sich den zunehmend wichtigen komple-mentären Zielsetzungen sowie nicht-amtlichen Ansätzen widmet.
| Original language | German |
|---|---|
| Pages | 103-112 |
| Number of pages | 10 |
| Publication status | Published - 2005 |
| Event | Praxis der Informationsverarbeitung in Krankenhaus und Versorgungsnetzen 2005 - Hamburg, Germany Duration: 02.03.2005 → 04.03.2005 |
Conference
| Conference | Praxis der Informationsverarbeitung in Krankenhaus und Versorgungsnetzen 2005 |
|---|---|
| Abbreviated title | KIS 2005 |
| Country/Territory | Germany |
| City | Hamburg |
| Period | 02.03.05 → 04.03.05 |
UN SDGs
This output contributes to the following UN Sustainable Development Goals (SDGs)
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SDG 3 Good Health and Well-being
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SDG 9 Industry, Innovation, and Infrastructure
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