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Description
Tumoren der Niere können ihren Ursprung in unterschiedlichen Geweben haben. Zu ihnen gehören das Urothelkarzinom des Nierenbeckens (ICD-10 C65) und die bösartigen Neubildungen der Niere (ICD-10 C64), darunter die Nierenzellkarzinome (RCC), die aus dem Nierenparenchym hervorgehen. In Deutschland werden jährlich etwa 14.000 bis 15.000 neue Erkrankungsfälle mit Nierenkrebs (C64) diagnostiziert, wobei das RCC rund 95 % der Fälle ausmacht. Die Erkrankung tritt deutlich häufiger bei Männern auf, die fast doppelt so oft betroffen sind wie Frauen, und wird am häufigsten bei älteren Erwachsenen diagnostiziert. Die Überlebenschancen variieren erheblich je nach Stadium bei der Diagnose; während die Gesamtprognose im Vergleich zu anderen soliden Tumoren relativ günstig ist, ist das Überleben bei Patienten mit fortgeschrittener oder rezidivierender Erkrankung schlecht. Bevölkerungsbezogene Krebsregisterdaten zeigen, dass etwa ein Drittel der Nierenkrebsfälle in Deutschland in einem frühen Stadium diagnostiziert wird (bezogen auf alle Stadien, incl. der unbekannten Stadien), was auf eine zunehmende Zufallsentdeckung durch Bildgebung wie Ultraschall oder MRT, die aus anderen Gründen durchgeführt wird, zurückzuführen ist [RKI und DKR, 2025].
Obwohl die kurativ ausgerichtete Operation (insbesondere die Nephrektomie) den Eckpfeiler der Behandlung des lokalisierten, nicht-metastasierten Nierenzellkarzinoms bildet, kommt es bei einem erheblichen Anteil der Patienten, insbesondere bei denen mit histopathologischen Merkmalen, die ein erhöhtes Risiko anzeigen, nach der Nephrektomie zu einem Krankheitsrezidiv. Dies geht mit erheblichen Verschlechterung der Prognose einher. Bei Erkrankungen im Frühstadium haben sich die Behandlungsstrategien für ausgewählte Patienten mit erhöhtem Rezidivrisiko über die alleinige Operation hinaus erweitert. Die Phase-III-Studie KEYNOTE-564 zeigte, dass nach einer Nephrektomie eine adjuvante Behandlung mit Pembrolizumab das krankheitsfreie Überleben bei Patienten mit klarzelligem Nierenzellkarzinom mit mittlerem bis hohem Rezidivrisiko im Vergleich zu Placebo signifikant verbesserte, wobei eine längere Nachbeobachtungszeit eine statistisch signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens zeigte [Bedke et al. 2025]. Parallel dazu hat sich das Spektrum der systemischen Therapien für fortgeschrittene Nierenzellkarzinome in den letzten zehn Jahren deutlich weiterentwickelt, wobei Immun-Checkpoint-Inhibitoren, VEGF-gerichtete Therapien und Kombinationsschemata nun die Grundlage der in Leitlinien empfohlenen Versorgung bilden. Die Behandlungssequenz, die Anwendung und die Ergebnisse in der klinischen Routine sind jedoch nach wie vor heterogen, weswegen Daten aus der Praxis, welche die in klinischen Studien gewonnenen Erkenntnisse ergänzen, zunehmend an Bedeutung gewinnen [Bergmann et al. 2024].
Die sich wandelnde Behandlungslandschaft unterstreicht die Notwendigkeit umfassender, bevölkerungsbezogener Daten, um die Epidemiologie, die Behandlungsmuster und die Behandlungsergebnisse des Nierenkarzinoms über alle Krankheitsstadien hinweg in Deutschland zu erfassen. Dies trägt zu einem besseren Verständnis der Behandlungsverläufe in der Praxis bei und liefert wichtige Informationen für künftige klinische und gesundheitspolitische Entscheidungen [Bedke et al. 2025].
Obwohl die kurativ ausgerichtete Operation (insbesondere die Nephrektomie) den Eckpfeiler der Behandlung des lokalisierten, nicht-metastasierten Nierenzellkarzinoms bildet, kommt es bei einem erheblichen Anteil der Patienten, insbesondere bei denen mit histopathologischen Merkmalen, die ein erhöhtes Risiko anzeigen, nach der Nephrektomie zu einem Krankheitsrezidiv. Dies geht mit erheblichen Verschlechterung der Prognose einher. Bei Erkrankungen im Frühstadium haben sich die Behandlungsstrategien für ausgewählte Patienten mit erhöhtem Rezidivrisiko über die alleinige Operation hinaus erweitert. Die Phase-III-Studie KEYNOTE-564 zeigte, dass nach einer Nephrektomie eine adjuvante Behandlung mit Pembrolizumab das krankheitsfreie Überleben bei Patienten mit klarzelligem Nierenzellkarzinom mit mittlerem bis hohem Rezidivrisiko im Vergleich zu Placebo signifikant verbesserte, wobei eine längere Nachbeobachtungszeit eine statistisch signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens zeigte [Bedke et al. 2025]. Parallel dazu hat sich das Spektrum der systemischen Therapien für fortgeschrittene Nierenzellkarzinome in den letzten zehn Jahren deutlich weiterentwickelt, wobei Immun-Checkpoint-Inhibitoren, VEGF-gerichtete Therapien und Kombinationsschemata nun die Grundlage der in Leitlinien empfohlenen Versorgung bilden. Die Behandlungssequenz, die Anwendung und die Ergebnisse in der klinischen Routine sind jedoch nach wie vor heterogen, weswegen Daten aus der Praxis, welche die in klinischen Studien gewonnenen Erkenntnisse ergänzen, zunehmend an Bedeutung gewinnen [Bergmann et al. 2024].
Die sich wandelnde Behandlungslandschaft unterstreicht die Notwendigkeit umfassender, bevölkerungsbezogener Daten, um die Epidemiologie, die Behandlungsmuster und die Behandlungsergebnisse des Nierenkarzinoms über alle Krankheitsstadien hinweg in Deutschland zu erfassen. Dies trägt zu einem besseren Verständnis der Behandlungsverläufe in der Praxis bei und liefert wichtige Informationen für künftige klinische und gesundheitspolitische Entscheidungen [Bedke et al. 2025].
| Short title | VONKO-033 Niere |
|---|---|
| Acronym | VONKO-033 Niere |
| Status | Active |
| Effective start/end date | 01.04.26 → … |
UN Sustainable Development Goals
In 2015, UN member states agreed to 17 global Sustainable Development Goals (SDGs) to end poverty, protect the planet and ensure prosperity for all. This project contributes towards the following SDG(s):
-
SDG 3 Good Health and Well-being
Funding Institution
- Industrial Collaboration
Research Areas and Centers
- Research Area: Center for Population Medicine and Public Health (ZBV)
DFG Research Classification Scheme
- 2.22-02 Public Health, Healthcare Research, Social and Occupational Medicine
- 2.22-14 Hematology, Oncology
- 2.22-01 Epidemiology, Medical Biometry/Statistics
Individual Keywords of Research Units and Groups
- Population Medicine FB2
ASJC Subject Areas
- Oncology
- Internal Medicine
- Epidemiology
Projects
- 1 Active
-
VONKO: Working Group on Health Services Research in Oncology
Waldmann, A. (Principal Investigator (PI)), Katalinic, A. (Co-PI), Baltus, H. (Project Staff), Grieger, P. (Project Staff), Finne, E. (Project Staff), Hammersen, F. (Project Staff), Labohm, L. (Project Staff) & Schliemann, A. (Project Staff)
01.01.20 → 31.12.27
Project: Industrial Collaboration and Development › Industrial Collaboration