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VONKO-028: Das Rezidivrisiko bei Patientinnen mit invasivem Mammakarzinom – Eine explorative Analyse auf Basis der PATH-Biobank

Project: Projects with in-house funding

Project Details

Description

Brustkrebs stellt mit rund 30 % aller Krebserkrankungen die häufigste Tumorerkrankung bei Frauen in Deutschland dar [1]. Trotz verbesserter Früherkennung und erheblicher Fortschritte in der Diagnostik und Therapie erleidet ein relevanter Anteil der Patientinnen nach primärer kurativer Behandlung ein Rezidiv. Je nach Tumorbiologie, Stadium und Therapieverlauf entwickeln etwa 10-30 % der Patientinnen innerhalb der ersten zehn Jahre ein Lokal- oder Fernrezidiv [2-4]. Patientinnen mit aggressiven Tumorbiologien, wie etwa triple-negativen oder HER2-positiven Brustkrebs tragen mit 26 % bzw. 22 % ein höhere Rezidiv-Risiko [3].
Durch das BKRG ist seit 2009 geregelt, dass invasive Krebserkrankungen in Deutschland meldepflichtige Erkrankungen sind und dass sie an das bevölkerungsbezogene Krebsregister des jeweiligen Bundeslandes zu melden sind [5]. Alle Krebsregister liefern ihre Daten einmal im Jahr an das Zentrum für Krebsregisterdaten am RKI, wo die Daten zusammengeführt und die Vollzähligkeit der einzelnen Bundesländer für die inzidenten, malignen Krebserkrankungen geschätzt wird. Schon seit vielen Jahren gilt die Registrierung von Krebserkrankungen als vollzählig [1].
In Deutschland besteht in den bevölkerungsbezogenen Krebsregistern seit 2013 formal auch eine Meldepflicht für klinische Verlaufsereignisse wie Progression und Rezidive [5]. In der praktischen Umsetzung zeigt sich jedoch, dass die Verlaufsdokumentation unvollständig bleibt. Trotz hoher Vollzähligkeit der Primärdiagnosen (90-95 %) bleibt die langfristige Nachverfolgung und die Erfassung von Rezidiven im Besonderen teilweise lückenhaft (d. h. „unvollzählig“). Damit bleibt unklar, wie repräsentativ Rezidivraten sind, die auf Basis von Krebsregisterdaten berechnet wurden.
Eine potenzielle Lösung zur Schließung dieser Wissenslücke stellt die Nutzung von klinischen Routine- und Biobankdaten dar. Die PATH-Biobank ist ein multizentrisches Register und erfasst pathologische und klinische Daten von Brustkrebspatientinnen in Deutschland in standardisierter Form. Die eingeschlossenen Patientinnen werden langfristig nachverfolgt und im Verlauf regelmäßig gebeten, Angaben über Behandlung und Verlaufsereignisse zu machen. Diese werden dann in standardisierter Form in der PATH-Datenbank erfasst.

Diese Beobachtungsstudie zielt darauf ab, Rezidive bei Patientinnen mit invasivem Brustkrebs, die operativ behandelt wurden, systematisch zu beschreiben. Hierzu werden Daten aus der PATH-Biobank genutzt, um das Rezidivrisiko stratifiziert nach klinisch-pathologischen Risikofaktoren zu analysieren. Weiterhin sollen diese Ergebnisse mit den Raten aus den bevölkerungsbezogenen Krebsregister verglichen werden, um die Aussagekraft von Registerdaten zur Rezidivdokumentation kritisch einzuordnen.
Langfristig kann die Analyse dazu beitragen, evidenzbasierte Empfehlungen zur Nachsorgeplanung in der klinischen Praxis weiterzuentwickeln.
Short titleVONKO-028 PATH C50 Rec
StatusActive
Effective start/end date01.07.25 → …

UN Sustainable Development Goals

In 2015, UN member states agreed to 17 global Sustainable Development Goals (SDGs) to end poverty, protect the planet and ensure prosperity for all. This project contributes towards the following SDG(s):

  1. SDG 3 - Good Health and Well-being
    SDG 3 Good Health and Well-being

Research Areas and Centers

  • Research Area: Center for Population Medicine and Public Health (ZBV)

DFG Research Classification Scheme

  • 2.22-02 Public Health, Healthcare Research, Social and Occupational Medicine
  • 2.22-14 Hematology, Oncology

Individual Keywords of Research Units and Groups

  • Population Medicine FB2

ASJC Subject Areas

  • Oncology
  • Obstetrics and Gynaecology