Projects per year
Project Details
Description
Prostatakrebs (PC) ist mit rund 65.820 Neuerkrankungen im Jahr 2020 die am häufigsten diagnostizierte Krebserkrankung und die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern in Deutschland. Die altersstandardisierte Inzidenzrate hat sich nach einem anfänglichen Anstieg in den frühen 2000er Jahren aufgrund des weit verbreiteten Einsatzes des prostataspezifischen Antigentests (PSA) in den letzten Jahren bei etwa 100 Fällen/100.000 Männern (ASR Europa) stabilisiert. Prostatakrebs ist bei Männern unter 50 Jahren selten, das Risiko steigt jedoch mit zunehmendem Alter deutlich an. Das Risiko, innerhalb der nächsten 10 Jahre an Prostatakrebs zu erkranken, beträgt bei Männern der Altersgruppe 75 Jahre und älter bis zu 7 %. Die relative 5-Jahres-Überlebensrate ist mit 91 % hoch, was auf die Früherkennung und die Fortschritte bei der Behandlung zurückzuführen ist. Das metastasierte Prostatakarzinom (mPC) hat eine niedrigere relative 5-Jahres-Überlebensrate von etwa 54 % und die Hormonsensitivität ist ein entscheidender Faktor bei seiner Behandlung.
Das metastasierte hormonsensitive Prostatakarzinom (mHSPC) spricht gut auf die Androgendeprivationstherapie (ADT) an, die wichtigste Behandlungsform in diesem Bereich. Die ADT wird häufig mit Hormonpräparaten wie Abirateron, Apalutamid oder Enzalutamid kombiniert, die nachweislich die Überlebensraten verbessern und die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung verlängern. Jüngste Studien haben auch die Vorteile der Zugabe von Docetaxel zur ADT hervorgehoben, wodurch sich die Ergebnisse für die Patienten weiter verbessern könnten.
Viele Patienten entwickeln jedoch letztendlich ein metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom (mCRPC), bei dem die Behandlungsmöglichkeiten Enzalutamid und Abirateron sowie Chemotherapeutika wie Docetaxel und Cabazitaxel umfassen. Darüber hinaus haben sich innovative Therapien wie die Lu-177-PSMA-Therapie als vielversprechend erwiesen, da sie auf das prostataspezifische Membran-Antigen (PSMA) auf den Krebszellen abzielen und somit verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit PSMA-positivem mCRPC bieten.
In Anbetracht der vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten für PC und insbesondere mPC besteht ein Bedarf an einem besseren Verständnis des realen Behandlungsstandards und der Krankheitsverläufe für diese Patientengruppe. Diese retrospektive Beobachtungsstudie zielt darauf ab, Einblicke in eine unselektierte, so genannte „real-world“ Kohorte von Patienten mit Prostatakrebs in Deutschland zu geben und die demografischen und klinischen Merkmale der Patienten, Behandlungsmuster und behandlungsbedingte Komplikationen/Nebenwirkungen sowie die Krankheitsverläufe und das Überleben zu beschreiben.
Das metastasierte hormonsensitive Prostatakarzinom (mHSPC) spricht gut auf die Androgendeprivationstherapie (ADT) an, die wichtigste Behandlungsform in diesem Bereich. Die ADT wird häufig mit Hormonpräparaten wie Abirateron, Apalutamid oder Enzalutamid kombiniert, die nachweislich die Überlebensraten verbessern und die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung verlängern. Jüngste Studien haben auch die Vorteile der Zugabe von Docetaxel zur ADT hervorgehoben, wodurch sich die Ergebnisse für die Patienten weiter verbessern könnten.
Viele Patienten entwickeln jedoch letztendlich ein metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom (mCRPC), bei dem die Behandlungsmöglichkeiten Enzalutamid und Abirateron sowie Chemotherapeutika wie Docetaxel und Cabazitaxel umfassen. Darüber hinaus haben sich innovative Therapien wie die Lu-177-PSMA-Therapie als vielversprechend erwiesen, da sie auf das prostataspezifische Membran-Antigen (PSMA) auf den Krebszellen abzielen und somit verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit PSMA-positivem mCRPC bieten.
In Anbetracht der vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten für PC und insbesondere mPC besteht ein Bedarf an einem besseren Verständnis des realen Behandlungsstandards und der Krankheitsverläufe für diese Patientengruppe. Diese retrospektive Beobachtungsstudie zielt darauf ab, Einblicke in eine unselektierte, so genannte „real-world“ Kohorte von Patienten mit Prostatakrebs in Deutschland zu geben und die demografischen und klinischen Merkmale der Patienten, Behandlungsmuster und behandlungsbedingte Komplikationen/Nebenwirkungen sowie die Krankheitsverläufe und das Überleben zu beschreiben.
| Short title | VONKO-017 mPCa |
|---|---|
| Status | Active |
| Effective start/end date | 01.04.25 → … |
UN Sustainable Development Goals
In 2015, UN member states agreed to 17 global Sustainable Development Goals (SDGs) to end poverty, protect the planet and ensure prosperity for all. This project contributes towards the following SDG(s):
-
SDG 3 Good Health and Well-being
Funding Institution
- Industrial Collaboration
Research Areas and Centers
- Research Area: Center for Population Medicine and Public Health (ZBV)
DFG Research Classification Scheme
- 2.22-02 Public Health, Healthcare Research, Social and Occupational Medicine
- 2.22-14 Hematology, Oncology
Individual Keywords of Research Units and Groups
- Population Medicine FB2
ASJC Subject Areas
- Oncology
- Urology
Projects
- 1 Active
-
VONKO: Working Group on Health Services Research in Oncology
Waldmann, A. (Principal Investigator (PI)), Katalinic, A. (Co-PI), Baltus, H. (Project Staff), Grieger, P. (Project Staff), Finne, E. (Project Staff), Hammersen, F. (Project Staff), Labohm, L. (Project Staff) & Schliemann, A. (Project Staff)
01.01.20 → 31.12.27
Project: Industrial Collaboration and Development › Industrial Collaboration