Empathy, autism, and oxytocin - A study using functional imaging and molecular genetic analyses.

  • Wermter, Anne Kathrin (Principal Investigator (PI))
  • Kamp-Becker, Inge (Associated Staff)
  • Krach, Sören (Principal Investigator (PI))

Project: DFG ProjectsDFG Individual Projects

Project Details

Description

Zahlreiche klinische und molekulargenetische Studien belegen eine entscheidende Rolle von Oxytocin bei der Emotionserkennung, Empathiefähigkeit und im sozialen Verhalten sowohl bei gesunden als auch bei Menschen mit autistischen Störungen. Erste bildgebende Studien zeigen eine Regulation der Aktivierung der Amygdala durch Oxytocin. Dieses Projekt sieht vor, erstmalig die Empathiefähigkeit bei Jugendlichen mit hochfunktionalen Autismus-Spektrum-Störungen (ASD) in einer breiten Batterie von Paradigmen mittels funktioneller Magnetresonanztomographie zu untersuchen und dabei die modulierende Rolle von Oxytocin zu analysieren. Zusätzlich soll der Einfluss einer mit ASD assoziierten genetischen Variante (Single nucleotide polymorphism, SNP rs53576) im Oxytocin-Rezeptor-Gen auf die Empathie bzw. das Aktivierungsmuster im neuronalen Netzwerk der Empathie erstmalig bei Jugendlichen mit hochfunktionalen ASD untersucht werden. Parallel werden molekulargenetische Analysen zur Identifizierung weiterer funktionell relevanter genetischer Varianten in den Oxytocin-, Oxytocin-Rezeptor- und Oxytocinase-Genen bei hochfunktionalen ASD fortgesetzt. Die Ergebnisse versprechen ein besseres Verständnis der Wirkung von Oxytocin hinsichtlich seiner modulierenden Wirkung auf die Empathiefähigkeit bei Menschen mit ASD.

Key findings

Die Ergebnisse der durchgeführten Arbeit reihen sich in eine wachsende Anzahl von Studien ein, die Zweifel an der Replizierbarkeit von Oxytocin-Effekten in den Bereichen soziale Kognition und Emotion aufbringen. Auch klinische Studien, die die Wirksamkeit von Oxytocin bei ASD untersucht haben, konnten bislang noch kein eindeutiges Bild von der Wirkweise von Oxytocin oder der Stärke der Effekte geben. Forschungen auf diesem Gebiet sollten deshalb potenzielle modulierende Faktoren, wie Persönlichkeit oder umfangreichere genetische Marker, noch stärker berücksichtigen. Weiterhin fehlen noch umfassende Untersuchungen zu Dosiseffekten und zur idealen Verabreichungsform, die durch die herkömmliche intranasale Anwendung möglicherweise nicht gegeben ist. In unserem Manuskript gehen wir dezidiert auf mögliche Erklärungen für die nicht gefundenen Effekte ein und diskutieren die größeren Implikationen der Studie für die Behandlung von Patienten mit ASD.

Statusfinished
Effective start/end date01.01.1331.12.19

UN Sustainable Development Goals

In 2015, UN member states agreed to 17 global Sustainable Development Goals (SDGs) to end poverty, protect the planet and ensure prosperity for all. This project contributes towards the following SDG(s):

  • SDG 3 - Good Health and Well-being

Research Areas and Centers

  • Academic Focus: Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)

DFG Research Classification Scheme

  • 110-05 Differential, Clinical and Medical Psychology, Methodology