Project Details
Description
Das Prostatakarzinom (PCa) ist eine komplexe, multifaktorielle Erkrankung mit genetischen und umweltbedingten Ursachen. Die Erforschung der genetischen Komponenten hat sich als eine grosse aber auch vielversprechende Herausforderung in der Erforschung des PCa herausgestellt. In diesem Zusammenhang ist die Identifikation neuer Biomarker von hoher Bedeutung, womit die aggressiven von den eher „benignen“ Tumoren zielsicher schon frühzeitig voneinander abgegrenzt werden können. Diese Biomarker sollen klinische Entscheidungen dahingehend beeinflussen, dass nötige medizinische Interventionen rechtzeitig eingeleitet oder unnötige unterlassen werden können. Überraschenderweise hat unsere Arbeitsgruppe kürzlich die erste rekurrente Fusion zwischen 2 Genen (TMPRSS2 and ETS) im PCa entdeckt und damit ein Paradigmawechsel in der Tumorgenese der sehr häufigen epithelialen Tumore (wie z. B. PCa) eingeleitet. Das Ziel dieses Projektes ist es, herauszufinden, in wieweit diese Genfusion und/oder die Expression derselben mit der Aggressivität des PCa korreliert. Zudem soll im Rahmen des Projekts ein Urintest zur nicht-invasiven Diagnostik der Genfusion entwickelt werden. Ein Test dieser Art würde das Screening nach Risikogruppen revolutionieren.
Key findings
Zusammenfassend ist es uns in den vergangen Jahren gelungen, durch stringentes Abarbeiten des leicht modifizierten Projektantrags, das ERG-Rearrangement in seiner Rolle als diagnostischer und prognostischer im Prostatakarzinom detailliert zu charakterisieren. Die prognostische Relevanz der Alteration wird nach wie vor trotz mittlerweile umfangreicher Datenlage kontrovers diskutiert, während eine diagnostische Verwendung bereits in vielen Institutionen Einzug gefunden hat. Insbesondere bei unklaren Herdbefunden, etwa kleinen verdächtigen Drüsenkomplexen in Prostatastanzbiospien oder Metastasen unbekannter Herkunft ist der Nachweis der Genfusion hilfreich, ob nun mittels Immunhistochemie, CS-ISH oder FISH. Darüber hinaus ist es uns auch gelungen, die biologische Bedeutung des ERG-Rearrangements im Prostatakarzinom weiter aufzuschlüsseln. Insbesondere hat sich das ERG-Rearrangement u.a. durch unsere Arbeiten als die wichtigste molekulargenetische Subklasse im Prostatakarzinom etabliert. Mittlerweile gibt es kaum mehr eine Publikation zur Molekularbiologie oder zu Biomarkern im Prostatakarzinom, die die Subklasse des Prostatakarzinoms mit vs. ohne ERG-Rearrangement unberücksichtigt lässt. Unsere Arbeit wurde nach nur 2 Jahren nach Aufnahme des Emmy Noether-Programm durch zahlreiche wissenschaftliche Preise für mich und meine Mitarbeiter honoriert.
| Status | finished |
|---|---|
| Effective start/end date | 01.01.07 → 31.12.13 |
UN Sustainable Development Goals
In 2015, UN member states agreed to 17 global Sustainable Development Goals (SDGs) to end poverty, protect the planet and ensure prosperity for all. This project contributes towards the following SDG(s):
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SDG 3 Good Health and Well-being
Funding Institution
- DFG: German Research Association
Research Areas and Centers
- Centers: University Cancer Center Schleswig-Holstein (UCCSH)
- Research Area: Luebeck Integrated Oncology Network (LION)
DFG Research Classification Scheme
- 2.22-06 Pathology
Fingerprint
Explore the research topics touched on by this project. These labels are generated based on the underlying awards/grants. Together they form a unique fingerprint.
Research Output
- 10 Journal articles
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MED15, encoding a subunit of the mediator complex, is overexpressed at high frequency in castration-resistant prostate cancer
Shaikhibrahim, Z., Menon, R., Braun, M., Offermann, A., Queisser, A., Boehm, D., Vogel, W., Rüenauver, K., Ruiz, C., Zellweger, T., Svensson, M., Andren, O., Kristiansen, G., Wernert, N., Bubendorf, L., Kirfel, J., Biskup, S. & Perner, S., 01.07.2014, In: International Journal of Cancer. 135, 1, p. 19-26 8 p.Research output: Journal Articles › Journal articles › Research › peer-review
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