Zur Frage der klinischen Signifikanz in deutschen rehabilitationswissenschaftlichen Interventionsstudien - eine Bestandsaufnahme der gängigen Praxis

Jürgen Höder*, Angelika Hüppe

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit
1 Zitat (Scopus)

Abstract

Ziel Es wird untersucht, ob und wie „klinische Signifikanz“ in deutschen rehabilitationswissenschaftlichen Interventionsstudien behandelt wird.

Methode Analyse von 64 zwischen 2012 und 2016 publizierten Studien, die Daten zu mindestens 2 Messzeitpunkten berichteten und an denen deutsche Wissenschaftler und Rehaeinrichtungen beteiligt waren.

Ergebnisse In 28% der Studien wird klinische Signifikanz erwähnt, 19% definieren, was sie darunter verstehen, 13% begründen die Definition. 70% berichten Maßzahlen, die etwas über klinische Signifikanz aussagen könnten, aber nur 28% nutzen die Zahlen tatsächlich dafür. Die am häufigsten verwendeten Statistiken sind Effektstärkemaße (45%). Sie werden ohne weitere Reflexion schematisch im Sinne der Cohen‘schen Kategorien interpretiert.

Fazit Die klinische Relevanz der Befunde zu bestimmen und zu diskutieren, findet sich in der Mehrzahl der Studien nur in Ansätzen oder gar nicht.

Titel in ÜbersetzungOn Clinical Significance in German Clinical Rehabilitation Trials - An Inventory of Current Practice
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftRehabilitation (Germany)
Jahrgang58
Ausgabenummer6
Seiten (von - bis)405-412
Seitenumfang8
ISSN0034-3536
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 21.11.2018

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Profilbereich: Zentrum für Bevölkerungsmedizin und Versorgungsforschung (ZBV)

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