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Zervixkarzinom-früherkennung bei HIV-positiven frauen - Ist eine verlängerung des screeningintervalls sinnvoll?

André Ahr*, A. Rody, C. Cimposiau, C. Faul-Burbes, S. Kissler, M. Kaufmann, R. Gätje

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Fragestellung: In den letzten Jahren werden Zervixkarzinom-Screeningmodelle mit verlängerten Screeningintervallen propagiert. Treffen diese Modelle auch auf Risikokollektive zu? Material und Methoden: Zwischen September 2000 und Dezember 2003 stellten sich 305 HIV-positive Frauen in der HIV-Spezialsprechstunde vor. In dieser prospektiven Studie wurden folgende Faktoren untersucht: HPV-Prävalenz, CIN-Inzidenz und CD4-Zellzahl. Ergebnisse: Die HPV-Prävalenz der onkogenen Subtypen lag im Gesamtkollektiv bei 41 % (126/305). Abhängig vom Immunstatus stieg die HPV-Prävalenz auf 60 % (CD4 < 200 mm3). Insgesamt wurden bei 83 HIV-positiven Frauen eine zervikale intraepitheliale Neoplasie (CIN) nachgewiesen (27 %, 83/305). Bei Immunschwäche stieg die CIN-Inzidenz auf bis zu 50 % an (45/90). Die höchste CIN-Inzidenz fand sich bei HIV-positiven Frauen mit positiven HPV-Status und einer CD4-Zellzahl < 200 mm3 (52 %, 38/72). Auch bei negativem HPV-Status lässt sich bei HIV-positiven Frauen eine hohe CIN-Rate nachweisen, wenn die CD4-Zellzahl < 200 mm3 liegt (39 % (7/18) vs. 7 % (11/161). Schlussfolgerung: Bei HIV-positiven Frauen finden sich häufig onkogene HPV-Subtypen und zervikale intraepitheliale Neoplasien. Infolge der erhöhten Gefahr einer CIN bedarf dieses Risikokollektiv eines intensivierten Zervixkarzinom-Screenings.
Titel in ÜbersetzungCervical cancer screening of HIV-positive women: Is a prolongation of the screening interval meaningful?
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftZentralblatt fur Gynakologie
Jahrgang128
Ausgabenummer5
Seiten (von - bis)242-245
Seitenumfang4
ISSN0044-4197
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 10.2006

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