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Wirkungsvergleich von Propofol in drei subhypnotischen Dosierungen im Rahmen der Tumor-Chemotherapie

Th Uhlig*, M. Hüppe, G. Pestel, S. Keck

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Ziel: Beim Einsatz als Hypnotikum und/oder Sedativum wird dem Propofol u.a. eine stimmungsaufhellende Wirkung zugeschrieben. Der Einsatz von Propofol in subhypnotischer Dosis, z.B. im Rahmen der Tumor-Chemotherapie, führte zu ähnlichen Ergebnissen und zur Hypothese, daß durch diese Effekte auf das Befinden auch eine anti-emetische Wirkung von Propofol zu erklären ist. Die vorliegende prospektive randomisierte Doppelblindstudie untersuchte Befindlichkeitseffekte unterschiedlicher subhypnotischer Dosierungen von Propofol unter besonderer Berücksichtigung anti-emetischer Effekte im Rahmen der Tumor-Chemotherapie. Methoden: Propofol wurde randomisiert und doppelblind nach folgendem Schema appliziert (jeweils N = 8): Bolus von 0,1 mg/kg Körpergewicht (KG) mit unmittelbar anschließender kontinuierlicher Applikation von 10 mg/kgKGxh (Gruppe 1), 1,5 mg/kgKGxh (Gruppe 2) oder 2,0 mg/kgKGxh (Gruppe 3). Abhängige Variablen waren Verhaltensmaße (z.B. Erbrechen), Veränderungen der Befindlichkeit sowie somatische Variablen. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen unterschiedliche Effekte der applizierten subhypnotischen Propofoldosierungen. Für somatische Variablen werden bereits bekannte Befunde bestätigt, z.B. größte Blutdrucksenkung bei höchster Propofoldosis. Für den Bereich der Befindlichkeit finden sich keine Hinweise auf Verschlechterungen des Befindens während der Chemotherapie. Es deutet sich eher eine Reduktion von Angst, und insbesondere bei der Dosis 2,0 mg/kgKGxh zusätzlich eine Stimmungsverbesserung an. Trotz des Einsatzes von hoch-emetogenen Chemotherapeutika und dem Verzicht auf eine zusätzliche anti-emetische Medikation fand sich kein Fall von Erbrechen während der Chemotherapie. Schlußfolgerung: Die Bedeutung dieser Ergebnisse für den Einsatz von Propofol in subhypnotischer Dosierung als „Anti-Emetikum” in der Tumor-Chemotherapie kann sicherlich erst durch den Vergleich mit anderen Substanzen (z.B. Ondansetron) erfolgen, wobei aufgrund der Ergebnisse dieser Studie eine Propofoldosis von 1,0 mg/kgKGxh nach einem Bolus von 0,1 mg/kgKGxh als Referenzdosis am ehesten geeignet ist.
Titel in ÜbersetzungComparison of three different subanaesthetic doses of propofol in antineoplastic chemotherapy
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftAnasthesiologie Intensivmedizin Notfallmedizin Schmerztherapie
Jahrgang32
Ausgabenummer11
Seiten (von - bis)665-671
Seitenumfang7
ISSN0939-2661
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 11.1997

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