Abstract
Hintergrund: Sprech- und Kaufunktion sind nach ausgedehnten Tumorresektionen für eine weitreichende funktionelle Rehabilitation von großer Bedeutung für den Patienten. Methode: Nach mikrovaskulärer Geweberekonstruktion wurde die Kaufunktion von Patienten nach implantatgetragener prothetischer Versorgung (n = 18) mit einem Miniatur-Kraftaufnehmer und einem T-Scan-Gerät untersucht. Bei Patienten mit Dünndarmtransplantat (n = 23) wurde ein Sprachverständlichkeitstest durchgeführt und die Zungen-/Mundbodenbeweglichkeit sonographisch untersucht. Ergebnisse: Alle Patienten bevorzugen die nicht rekonstruierte Kieferseite beim Kauen, die Kaudrucke sind signifikant niedriger als bei einer altersentsprechenden Kontrollgruppe. Patienten mit sagittal orientierten Schleimhautdefekten weisen nach Dünndarmtransplantation eine Sprachverständlichkeit bis zu 91,4% auf, im anterioren Mundboden betrug die Sprachverständlichkeit 63,4%. Diskussion: Die Bevorzugung der dem rekonstruierten Knochen gegenüber liegenden Seite kann u.U. auf einem gestörten Feedback-Mechanismus beruhen, der evt. auch zur schlechteren Sprachverständlichkeit trotz guter Beweglichkeit des Mundboden-Zungenkomplexes beiträgt. Schlußfolgerung: Auch nach komplexen mikrovaskulären Geweberekonstruktionen verbleiben zum Teil erhebliche funktionelle Beeinträchtigungen, die eine Suche nach verbesserten funktionellen Ergebnissen erforderlich erscheinen lassen.
| Titel in Übersetzung | Re-establishment of speech and swallowing function following extensive tumour resections in the head and neck |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Laryngo- Rhino- Otologie |
| Jahrgang | 75 |
| Ausgabenummer | 4 |
| Seiten (von - bis) | 231-238 |
| Seitenumfang | 8 |
| ISSN | 0935-8943 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 04.1996 |
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