Verlaufsuntersuchungen nach amusischen Störungen sprechen für funktionelle reorganisation musik verarbeitender neuronaler netzwerke

Maria Schuppert, Thomas F. Münte, Eckart Altenmüller*

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Zusammenfassung: Bei Patienten mit rezeptiver Amusie infolge einseitiger cortikaler cerebrovaskulärer Läsionen wurden Follow-up Untersuchungen durchgeführt. Die rezeptiven musikalischen Fertigkeiten der Patienten wurden erstmalig zwischen dem fünften und zehnten Tag postläsional getestet und nach weiteren sechs bis zwölf Monaten reevaluiert. Die standardisierte Testbatterie erfasste lokale und globale musikalische Verarbeitungsweisen in Form von Diskriminationsaufgaben. In den Wiederholungsmessungen zeigte sich eine allgemeine Verbesserung der Musikwahrnehmung mit signifikantem Gruppeneffekt über alle Aufgaben. Vier Patienten verbesserten sich erheblich bis in den Normbereich. Die Ergebnisse demonstrieren die Möglichkeit einer Regeneration von rezeptiver Amusie und lassen als Ursache cerebrale plastische Veränderungen vermuten. Die extrem unterschiedlichen Regenerationsmuster der Patienten unterstützen die Annahme hochgradig individuell formierter musikverarbeitender cortikaler Netzwerke.
Titel in ÜbersetzungRecovery from receptive amusia suggests functional reorganization of music-processing networks
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftZeitschrift fur Neuropsychologie
Jahrgang14
Ausgabenummer2
Seiten (von - bis)113-122
Seitenumfang10
ISSN1016-264X
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2003

UN SDGs

Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung

  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
    SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
  2. SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
    SDG 10 – Weniger Ungleichheiten

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)

Fingerprint

Untersuchen Sie die Forschungsthemen von „Verlaufsuntersuchungen nach amusischen Störungen sprechen für funktionelle reorganisation musik verarbeitender neuronaler netzwerke“. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.

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