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Unterkühlung. Umstände, morphologische befunde und ihre pathogenese

B. Madea*, J. Preuß, E. Lignit

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Morphologische Befunde des Todes durch Unterkühlung variieren von Fall zu Fall und sind überwiegend unspezifisch. Wesentliche Determinante für den Ausprägungsgrad morphologischer Unterkühlungszeichen scheint die Expositionsdauer zu sein. Typische Unterkühlungsbefunde sind Kälteerytheme, hämorrhagische Magenschleimhauterosionen, Nierentubulusverfettungen, Pankreasblutungen usw., die als Einzelmerkmale, insbesondere aber in der Kombination von Kälteerythemen und Magenschleimhauterosionen, trotz ihrer Unspezifität geradezu unterkühlungstypisch sind und in anderem Zusammenhang nicht gefunden werden. Bei Fällen von Trockenhypothermie kann man in 2/3 der Fälle mit positiven Befunden rechnen, während bei Auskühlung im Wasser der Obduktionsbefund häufig negativ ist. Wesentliche pathogenetische Mechanismen der Unterkühlungsbefunde sind Störungen der Mikrozirkulation, rheologische Veränderungen durch Anstieg des Hämatokrit, Kältestress sowie Hypoxidose.
Titel in ÜbersetzungHypothermia. Circumstances, morphological findings, and their pathogenesis
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftRechtsmedizin
Jahrgang14
Ausgabenummer1
Seiten (von - bis)41-58
Seitenumfang18
ISSN0937-9819
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 02.2004

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