Abstract
Einführung: Die intakte Haut dient als Schutz vor Flüssigkeits- und Elektrolytverlust. Die thermisch geschädigte Haut kann diese Funktionen nicht mehr vollständig erfüllen Eine Unterschätzung des transdermalen Flüssigkeitsverlust in Verbrennungswunden kann eine systemische Dehydratation provozieren.
Fragestellung: Wie hoch ist der transdermale Flüssigkeitsverlust in Relation zur verbrannten Körperoberfläche (VKOF) bei oberflächlichen Verbrennungen mit Blasenbildung?
Methoden: Retrospektive Studie an 40 Schwerbrandverletzten. Aufteilung des Gesamtkollektivs in Gruppe A (normonatriäm) und Gruppe B (hypernatriäm). Das tägliche Infusions-Diurese-Verhältnis (IDV) in Relation zur VKOF wurde analysiert.
Ergebnisse: In Gruppe A (n=25) wurde ein Durchschnittsalter von 47±18 Jahren, eine VKOF von 23±11%, und ein abbreviated burned severity index (ABSI) von 6,9±2,1 ermittelt. In Gruppe B (n=15) betrug das mittlere Alter 47±22 Jahre, die VKOF 30±13%, und der ABSI 8,1±1,7. Für den Zeitraum vom 3. bis 6. Tag nach Brandverletzung zeigten sich ein signifikant höheres IDV (p<0,001) und IDV-VKOF-Verhältnis (p<0,001) in Gruppe A.
Schlussfolgerung: Bei Schwerbrandverletzten kann der transdermale Flüssigkeitsverlust systemisch relevant werden und sollte im individuellen Infusionsregime berücksichtigt werden.
| Titel in Übersetzung | Transdermal fluid loss in severely burned patients |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | GMS German Medical Science |
| Jahrgang | 8 |
| ISSN | 1612-3174 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 26.10.2010 |
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