Toxizität von azathioprin

Gabriela Riemekasten*

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit
3 Zitate (Scopus)

Abstract

In dieser Literaturanalyse werden die Arbeiten zur Kurz- und Langzeittoxizität von Azathioprin zusammengefasst, wobei die Häufigkeit und das Vorkommen im zeitlichen Verlauf aufgezeigt werden. 4 – 6 % der Patienten erleiden innerhalb weniger Tage eine starke Übelkeit, die zum Absetzen zwingt. Das Azathioprin-induzierte Fieber kommt bei ca. 1 – 2 % der Patienten vor. Eine Knochenmarksdepression lässt sich in einer Häufigkeit von 2 – 12 % nachweisen. In 3 % der Patienten kommt es zu einer Lebertoxizität, die teilweise dosisabhängig wie auch -unabhängig auftreten kann. Die Nebenwirkungen lassen sich nicht ausreichend durch die Bestimmung des Genotyps der Thiopurin-Methyltransferase (TPMT) vorhersagen. Die Verträglichkeit von Azathioprin ist abhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung und ist bei Kollagenosen und Vaskulitiden höher (7 % Abbruchrate wegen Nebenwirkungen) als bei der rheumatoiden Arthritis (25 % Therapieabbruch). Die Erhöhung des Lymphomrisikos durch Azathioprin ist beim Menschen nicht belegt. Ebenso gibt es kein erhöhtes Risiko für Karzinome. Schwangerschaft und Entwicklung des Kindes sind eher von der Grunderkrankung beeinflusst als von der Azathioprin-Therapie, Fehlbildungen kommen etwa wie in der Normalbevölkerung in 3 – 5 % der Schwangerschaften vor. Insgesamt gehört Azathioprin derzeit zu den sichersten Medikamenten.
Titel in ÜbersetzungAzathioprine - Its toxicity and side effects
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftAktuelle Rheumatologie
Jahrgang33
Ausgabenummer4
Seiten (von - bis)211-216
Seitenumfang6
ISSN0341-051X
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 08.2008

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Forschungsschwerpunkt: Infektion und Entzündung - Zentrum für Infektions- und Entzündungsforschung Lübeck (ZIEL)

Fingerprint

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