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TITAN-Studie - Evaluation von Apalutamid bei Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom

Axel S. Merseburger*, Henrik Suttmann

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Die TITAN-Studie zum Vergleich von Apalutamid plus ADT mit Placebo plus ADT in einer breiten, sog. „all-comers“ Patientenpopulation mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom (mHSPC) erreichte bereits bei der ersten geplanten Interimsanalyse beide koprimären Endpunkte rPFS und OS [1]. Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 22,7 Monaten war das radiographische Progressionsrisiko um 52 % statistisch signifikant reduziert (p < 0,001) [1]. Dabei war der rPFS-Vorteil in allen Subgruppen und unabhängig von der Tumorlast oder einer Docetaxel-Vorbehandlung zu beobachten [1]. Die OS-Interimsanalyse zeigte statistisch signifikant ein um 33 % verringertes Mortalitätsrisiko zugunsten von Apalutamid plus ADT (p = 0,0053) [1]. Signifikant verbessert waren auch der sekundäre Endpunkt Zeit bis zur zytotoxischen Chemotherapie (p < 0,0001) sowie die explorativen Endpunkte Zeit bis zur PSA-Progression und PFS2, definiert als Zeit zwischen Randomisierung und der zweiten Progression bzw. Tod unter der ersten Folgetherapie [1] [2]. Apalutamid wurde von den Patienten insgesamt gut vertragen. Neben einem erhöhten Auftreten von Apalutamid-typischen Hautausschlägen und Hypothyreose wurde in TITAN im Vergleich zu Placebo keine relevante Zunahme anderer Nebenwirkungen von speziellem Interesse wie Fatigue, Stürze und Frakturen beobachtet, und auch die Lebensqualität blieb erhalten [1]. Damit kann Apalutamid plus ADT bei einer All-comers-Population mit mHSPC eine effektive und gut verträgliche neue Therapieoption darstellen.
Titel in ÜbersetzungTITAN study: Evaluation of apalutamide in patients with metastatic hormone-sensitive prostate cancer - Treatment of metastatic hormone-sensitive prostate cancer (mHSPC)
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftAktuelle Urologie
ISSN0001-7868
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 28.10.2020

UN SDGs

Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung

  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
    SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Profilbereich: Lübeck Integrated Oncology Network (LION)

DFG-Fachsystematik

  • 2.22-23 Reproduktionsmedizin, Urologie
  • 2.22-14 Hämatologie, Onkologie
  • 2.22-08 Pharmazie

Fingerprint

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