Thromboseprophylaxe und perioperative Therapie mit Antikoagulantien

Martin Hoffmann*, Stefan Limmer, Erik Schlöricke, Hans Peter Bruch, Elke Muhl, Peter Kujath

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Die perioperative Thromboseprophylaxe wird in Deutschland zumeist mit niedermolekularem Heparin (NMH) durchgeführt. Bei der Anwendung von NMH muss auf die Nierenfunktion geachtet werden und gegebenenfalls die Dosis bei eingeschränkter Nierenfunktion angepasst werden. Auch beim sog. Bridging, dem Unterbrechen einer Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten, sollte bevorzugt NMH verwendet werden. Hierbei zeigen neueste Daten, dass bis dato wahrscheinlich viel zu hoch während der Überbrückungsphase antikoaguliert wurde. Bei niedrigem und mittlerem Risiko scheint eine Gabe der Thromboseprophylaxedosierung des NMH ausreichend zu sein, wenn die orale Antikoagulation zügig wieder aufgenommen wird. Bei der Pausierung einer dualen oder singulären antithrombozytären Therapie muss ein besonderes Augenmerk auf stattgefundene Stentimplantationen oder ein akutes Koronarereignis gelegt werden. Das unkritische Pausieren der Thrombozytenaggregationshemmer kann deletäre Folgen haben.
Titel in ÜbersetzungThromboprophylaxis and perioperative anticoagulant therapy
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftViszeralmedizin: Gastrointestinal Medicine and Surgery
Jahrgang27
Ausgabenummer1
Seiten (von - bis)75-81
Seitenumfang7
ISSN1662-6664
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 01.02.2011

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