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Abstract

Die größten Speicheldrüsen sind die paarigen Gl. parotis und Gl. submandibularis. Der erwachsene Mensch produziert 1–1,5 l Speichel am Tag, die er regelmäßig abschluckt. Die häufigste Ursache eines vermehrten Speichelflusses mit einer Ansammlung von Speichel im Mund und Ausfluss (Sialorrhoe) ist eine Störung der Schluckfunktion. Seltener kann die Ursache auch eine vermehrte Speichelsekretion, z. B. medikamentös bedingt, sein. Eine Sialorrhoe beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich und ist oft auch sozial stigmatisierend. Die Therapie umfasst konservative Maßnahmen wir die funktionelle Dysphagietherapie, orale oder transdermale Applikation von Anticholinergika sowie, in ausgewählten Fällen, invasive Therapien wie Bestrahlungen und Operationen. Seit 20 Jahren wird auch die lokale Injektion von Botulinumtoxin in die Speicheldrüsen erfolgreich therapeutisch eingesetzt. Durch die Zulassung dieser Therapie durch die europäische Behörde darf diese Maßnahme als Therapie der Wahl bei ausgeprägter, therapieresistenter Sialorrhoe angesehen werden.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftFortschritte der Neurologie Psychiatrie
Jahrgang87
Ausgabenummer10
Seiten (von - bis)554-563
Seitenumfang10
ISSN0720-4299
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 25.07.2019

UN SDGs

Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung

  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
    SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
  2. SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
    SDG 10 – Weniger Ungleichheiten

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