Abstract
Hintergrund Es wurde eine Verlaufstypenanalyse hinsichtlich der Teilhabemaße von Schlaganfallpatienten in der ambulanten Neurorehabilitation durchgeführt. Diese weist eine Reihe von Vorteilen gegenüber der Methode des Mittelwertvergleichs auf und erlaubt erste Untersuchungen zu den Rehaverlauf beeinflussenden Kontextvariablen.
Methodik In einer multizentrischen Beobachtungsstudie wurden Rehabilitanden nach einem Schlaganfall in 17 ambulanten neurologischen Rehabilitationszentren in Deutschland innerhalb eines festgelegten Zeitraums befragt. Die Erhebung der Selbsteinschätzung der Teilhabesituation der Rehabilitanden mittels Fragebögen fand zu Beginn und Ende der Rehabilitationsmaßnahme sowie 4 und 12 Monate danach statt, zusätzlich erfolgte zu Beginn und Ende der Maßnahme eine Fremdeinschätzung durch die behandelnden Ärzte.
Ergebnisse und Schlussfolgerungen Es konnten die Daten von 364 Schlaganfallpatienten gewonnen werden. Die Verlaufstypenanalyse zeigte, dass die Teilhabe bei 36 (9,9 %) der 364 Teilnehmer im Verlauf der Rehamaßnahme als verschlechtert angegeben wurde. 173 (47,5 %) Probanden gaben keine Veränderung der Teilhabe an, und bei 155 (42,6 %) der Teilnehmer zeigte sich zum Ende der Rehabilitation eine Verbesserung der Teilhabe. Bei 99 der 173 Teilnehmer, die keine Veränderung zeigten, lagen allerdings schon zu Beginn Teilhabemaße im kaum beeinträchtigten Bereich vor, was in Bezug auf die Rehabilitationsindikation diskutiert wird. Hinsichtlich der untersuchten soziodemographischen Variablen fanden sich lediglich in Bezug auf Geschlecht und Nettoeinkommen signifikante Einflüsse auf den Rehaverlauf, so dass weitere Forschung hinsichtlich der starken Varianz der Rehaverläufe notwendig erscheint.
Methodik In einer multizentrischen Beobachtungsstudie wurden Rehabilitanden nach einem Schlaganfall in 17 ambulanten neurologischen Rehabilitationszentren in Deutschland innerhalb eines festgelegten Zeitraums befragt. Die Erhebung der Selbsteinschätzung der Teilhabesituation der Rehabilitanden mittels Fragebögen fand zu Beginn und Ende der Rehabilitationsmaßnahme sowie 4 und 12 Monate danach statt, zusätzlich erfolgte zu Beginn und Ende der Maßnahme eine Fremdeinschätzung durch die behandelnden Ärzte.
Ergebnisse und Schlussfolgerungen Es konnten die Daten von 364 Schlaganfallpatienten gewonnen werden. Die Verlaufstypenanalyse zeigte, dass die Teilhabe bei 36 (9,9 %) der 364 Teilnehmer im Verlauf der Rehamaßnahme als verschlechtert angegeben wurde. 173 (47,5 %) Probanden gaben keine Veränderung der Teilhabe an, und bei 155 (42,6 %) der Teilnehmer zeigte sich zum Ende der Rehabilitation eine Verbesserung der Teilhabe. Bei 99 der 173 Teilnehmer, die keine Veränderung zeigten, lagen allerdings schon zu Beginn Teilhabemaße im kaum beeinträchtigten Bereich vor, was in Bezug auf die Rehabilitationsindikation diskutiert wird. Hinsichtlich der untersuchten soziodemographischen Variablen fanden sich lediglich in Bezug auf Geschlecht und Nettoeinkommen signifikante Einflüsse auf den Rehaverlauf, so dass weitere Forschung hinsichtlich der starken Varianz der Rehaverläufe notwendig erscheint.
| Titel in Übersetzung | Trajectory analysis of participation in a sample of stroke patients in German neurological outpatient rehabilitation centres |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Fortschritte der Neurologie Psychiatrie |
| Jahrgang | 85 |
| Ausgabenummer | 7 |
| Seiten (von - bis) | 393-399 |
| Seitenumfang | 7 |
| ISSN | 0720-4299 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 01.07.2017 |
UN SDGs
Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung
-
SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
Strategische Forschungsbereiche und Zentren
- Profilbereich: Zentrum für Bevölkerungsmedizin und Versorgungsforschung (ZBV)
Fingerprint
Untersuchen Sie die Forschungsthemen von „Teilhabebezogene Verlaufstypen in der Schlaganfallrehabilitation - Subgruppenanalyse der Daten einer multizentrischen Beobachtungsstudie zur ambulanten Rehabilitation nach Schlaganfall“. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.Zitieren
- APA
- Author
- BIBTEX
- Harvard
- Standard
- RIS
- Vancouver