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Surfactant-Substitution beim schweren Atemnotsyndrom Frühgeborener < 1000 g  

C. P. Speer*, K. Harms, E. Herting, F. Muller, W. Schroter, A. T. Teichmann, N. Neumann, T. Curstedt, B. Robertson

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

19 Frühgeborene mit schwerem manifesten Atemnotsyndrom (RDS) wurden mit einer einmaligen Gabe einer natürlichen porcinen Surfactant-Präparation (Curosurf, 200 mg/kg) behandelt. 9 Kinder hatten ein Geburtsgewicht <1000 g (845 ± 112 g) x¯ ± SD), das mittlere Gestationsalter betrug 27,2 ± 2,1 Wochen. Der Beatmungsverlauf und die neonatalen Komplikationen dieser Patienten wurden 10 Frühgeborenen mit einem Gewicht von > 1000 g gegenübergestellt (1521 ± 218 g, Gestationsalter 31 ± 2,8 Wochen). Das Alter bei der Behandlung war mit 3 h (Frühgeborene <1000 g) bzw. 4 h (Frühgeborene > 1000 g) identisch. Beide Gruppen zeigten eine nachhaltige Verbesserung des Gasaustausches und der Oxigenierung unmittelbar nach Surfactant-Applikation. Die zeitliche Sauerstoffexposition > 60% O2 bzw. > 40% O2 unterschied sich in beiden Gruppen nicht. Frühgeborene < 1000 g benötigten jedoch über einen wesentlich längeren Zeitraum mehr als 21% O2 (Median: 30 Tage; Frühgeborene > 1000 g: 8,5 Tage; p < 0.01). Ebenso war die mittlere Beatmungsdauer in der Gruppe sehr kleiner Frühgeborener signifikant länger (33 Tage; Frühgeborene > 1000 g 5 Tage; p < 0,01). Keiner der Patienten aus beiden Gruppen entwickelte einen Pneumothorax, 6 der Patienten < 1000 g zeigten eine milde bronchopulmonale Dysplasie. 2 Frühgeborene < 1000 g verstarben am 5. bzw. 11. Lebenstag (postoperative Komplikationen nach Ductusligatur bzw. nosokomiale Sepsis), während alle Kinder > 1000 g überlebten. Die verlängerte Beatmungsdauer und prolongierte Sauerstoffexposition Frühgeborener < 1000 g kann nicht allein auf einen Surfactant-Mangel zurückgeführt werden. Neben der Lungenunreife sowie der Entwicklung eines pulmonalen interstitiellen Ödems bei vermehrter Ductusinzidenz, traten weitere pulmonale und extrapulmonale Komplikationen wie z. B. Apnoen zu einer verlängerten Beatmungsdauer der Gruppe der Frühgeborenen <1000 g bei.
Titel in ÜbersetzungSurfactant substitution in severe respiratory distress syndrome in premature infants weighing less than 1,000 g
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftGeburtshilfe und Frauenheilkunde
Jahrgang50
Ausgabenummer5
Seiten (von - bis)359-364
Seitenumfang6
ISSN0016-5751
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 1990

UN SDGs

Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung

  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
    SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)

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