Zur Hauptnavigation wechseln Zur Suche wechseln Zum Hauptinhalt wechseln

Surfactant ohne intubation bei frühgeborenen mit atemnotsyndrom: erste multizentrische daten

A. Kribs*, C. Härtel, E. Kattner, M. Vochem, H. Küster, J. Möller, D. Müller, H. Segerer, C. Wieg, C. Gebauer, W. Nikischin, A. V.D. Wense, E. Herting, B. Roth, W. Göpel

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Hintergrund: Aktuell wurde an einem einzelnen Zentrum eine Methode beschrieben, Surfactant über einen dünnen endotrachealen Katheter an sehr kleine Frühgeborene zu verabreichen, die mit Unterstützung durch einen kontinuierlichen positiven Atemwegsdruck spontan atmen. Wir analysierten jetzt verfügbare Multicenterdaten. Patienten und Methode: In einer Multicenterstudie zur Untersuchung genetischer Risikofaktoren wurden klinische Daten, Daten zu Behandlungsergebnissen und zu vor- und nachgeburtlicher Therapie von Kindern mit einem Geburtsgewicht unter 1 500 g prospektiv erhoben. Die Daten der mit der neuen Methode behandelten Kinder wurden mit denen der mit Standardtherapie behandelten verglichen. Die Auswertung beschränkte sich auf Kinder mit einem Schwangerschaftsalter unter 31 Wochen (n=1 541) Ergebnisse: 319 Kinder wurden mit der neuen Methode und 1 222 mit Standardtherapie behandelt. Die Häufigkeit mechanischer Beatmung während der ersten 72 Lebensstunden (29% vs. 53%, p<0,001), die einer bronchopulmonalen Dysplasie, definiert als zusätzlicher Sauerstoffbedarf nach Abschluss der 36. postmenstruellen Woche (10,9% vs. 17,5%, p=0,004) und die von Tod oder bronchopulmonaler Dysplasie lagen in der Behandlungsgruppe signifikant niedriger als in der Standardtherapiegruppe. Surfactant, Theophyllin, Koffein und Doxapram wurden signifikant häufiger und Analgetika, Katecholamine und Dexamethason signifikant seltener in der Behandlungsgruppe eingesetzt. Schlussfolgerung: Der Einsatz der neuen Methode ging einher mit einer geringeren Notwendigkeit maschineller Beatmung und einer geringeren Rate pulmonaler Beeinträchtigung. Eine prospektive, kontrollierte Studie ist erforderlich, um eine mögliche Überlegenheit über die Standardtherapie nachzuweisen.
Titel in ÜbersetzungSurfactant without intubation in preterm infants with respiratory distress: First multi-center data
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftKlinische Padiatrie
Jahrgang222
Ausgabenummer1
Seiten (von - bis)13-17
Seitenumfang5
ISSN0300-8630
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2010

UN SDGs

Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung

  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
    SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
  2. SDG 5 – Gender Equality
    SDG 5 – Gender Equality

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)

Fingerprint

Untersuchen Sie die Forschungsthemen von „Surfactant ohne intubation bei frühgeborenen mit atemnotsyndrom: erste multizentrische daten“. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.

Zitieren