Suizidalität bei Menschen mit pathologischem Glücksspiel

Anja Bischof*, Gallus Bischof, Christian Meyer, Svenja Orlowski, Dominique Brandt, Anika Trachte, Friedrich M. Wurst, Ulrich John, Hans Jürgen Rumpf

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Suizidalität ist bei Menschen mit pathologischem Glücksspiel ein weit verbreitetes Phänomen. Risikofaktoren für Suizidalität sind bei Menschen mit Glücksspielproblemen in hohem Maße anzutreffen. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass pathologisches Glücksspiel selbst einen Risikofaktor für Suizidgedanken und -versuche darstellt. Diese Übersichtsarbeit fasst die jüngsten Erkenntnisse aus der internationalen Forschung zum Zusammenhang von pathologischem Glücksspiel und Suizidalität unter Berücksichtigung von psychiatrischer Komorbidität zusammen. Internationale Studien zeigen, dass abhängig vom Erhebungssetting zwischen 19 und 62% der Teilnehmenden mit pathologischem Glücksspiel Suizidgedanken und 10 bis 26% einen Suizidversuch unternommen haben. Das Risiko von Suizidalität bei glücksspielbezogenen Problemen zeigt die Notwendigkeit einer erhöhten Sensibilität im Hilfesystem für dieses Thema und für eine Verstärkung präventiver Maßnahmen.
Titel in ÜbersetzungSuicidality in Pathological Gamblers
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftSuchttherapie
Jahrgang20
Ausgabenummer3
Seiten (von - bis)122-128
Seitenumfang7
ISSN1439-9903
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 22.05.2019

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)

Fingerprint

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