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Suchtkranke in der somatischen Medizin

Ulrich John, Ulfert Hapke, Christian Meyer, Hans Jürgen Rumpf, Gallus Bischof

Abstract

Vor dem Hintergrund, dass Tabakrauchen und Alkoholkonsum zwei der größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken sind, besteht das Ziel des Beitrages in der Darstellung der Häufigkeit der entsprechenden Probleme, der Vorbedingungen von adäquaten Interventionen und der Interventionen selber. Bisherige Studien zeigen u. a. 8,5 % Alkoholabhängige unter Patientinnen sowie 19,8 % unter Patienten eines Allgemeinkrankenhauses, die in der Regel nicht wegen der Suchtmittelproblematik stationär aufgenommen worden waren. Gleichzeitig wird deutlich, dass die bisherige Gesundheitsversorgung diesen Problemen, ebenso wie bei dem Tabakrauchen, nicht gerecht wird. Voraussetzung adäquater Interventionen in der medizinischen Versorgung ist ein proaktiver Ansatz, der ein aktives Zugehen auf den Patienten ermöglicht. Als Grundlage hat sich das Transtheoretische Modell bewährt, das die Änderungsmotivation der Patienten individuell einschätzen und eine Indikation für die entsprechende Fokussierung der Beratung stellen lässt. Eine Reihe von Kurzinterventionen ist auf dieser Basis sinnvoll. Besonders bewährt und praktikabel ist die Motivierende Gesprächsführung. Es wird u. a. der Schluss gezogen, dass geeignete Verfahren der Frühintervention in neuen Feldern für die Suchtkrankenversorgung mittlerweile vorliegen und dass es jetzt auf die Implementierung in die Praxis ankommt.
Titel in ÜbersetzungAddicted Patients in Somatic Medicine
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftSuchttherapie
Jahrgang2
Seiten (von - bis)15-19
Seitenumfang5
ISSN1439-9903
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2001

UN SDGs

Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung

  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
    SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
  2. SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
    SDG 10 – Weniger Ungleichheiten

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)

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