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Subjektive parameter des schlafs bei patienten mit primärer alkoholabhängigkeit

Horst Gann*, Martina Landbrecht, Bernd Feige, Fritz Hohagen, Dieter Riemann

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Schlafstörungen bei alkoholkranken Patienten treten sowohl während der Phase des aktiven Trinkens als auch im akuten oder subakuten Entzug sowie während der Abstinenz häufig auf.

40 Patienten mit einer primären Alkoholabhängigkeit wurden am Beginn der Abstinenz mit 30 alters- und geschlechtsangepassten gesunden Kontrollpersonen anhand subjektiver Schlafdaten, die mit Hilfe des Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI) und des Schlaffragebogen-A (SF-A) erhoben wurden, verglichen.

Am Beginn der Abstinenz ergab sich eine signifikante Beeinträchtigung der subjektiven Schlafqualität im Vergleich zu den Kontrollen. Einer subjektiv wahrgenommenen verkürzten Schlafdauer fiel die Bedeutung eines ungünstigen Prognosefaktors zu. Bei den im Katamnesezeitraum von einem Jahr abstinent gebliebenen Patienten zeigte sich eine tendenzielle Normalisierung des subjektiven Schlafempfindens.

Die vorliegende Studie steht somit weitgehend im Einklang zu den in der Literatur berichteten Untersuchungen zu subjektiven Schlafparametern alkoholkranker Patienten im Verlauf der Abstinenz. Die Ergebnisse gehen zusätzlich sowohl hinsichtlich des Verlaufsaspektes als auch der Prädiktorbedeutung von Schlafstörungen konform mit polysomnographischen Untersuchungen bei alkoholkranken Patienten. Dies unterstreicht die klinische Bedeutung der Diagnostik und Therapie von Schlafstörungen bei abstinenten alkoholkranken Patienten im Rahmen der Rückfallprophylaxe.
Titel in ÜbersetzungSubjective estimation of sleep in patients with primary alcohol dependence
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftSomnologie
Jahrgang5
Ausgabenummer2
Seiten (von - bis)65-70
Seitenumfang6
ISSN1432-9123
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2001

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  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
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  2. SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
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Strategische Forschungsbereiche und Zentren

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