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Spezifische Immuntherapie im Kindesalter: Subkutane oder sublinguale Applikation

M. V. Kopp*, M. Bendiks

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Hintergrund
Die spezifische Immuntherapie (SIT) ist die einzige kausale Therapiemöglichkeit bei allergischen Erkrankungen. Aufgrund der beschriebenen sekundärpräventiven Effekte sollte bei gegebener Indikation frühzeitig der Beginn einer SIT erwogen werden.

Therapieverfahren
Aktuell werden klinisch zwei Applikationswege verwendet: die subkutane Injektion (SCIT) und die sublinguale Applikation (SLIT). Klinische Daten zur Wirksamkeit der SCIT sind im Kindesalter insbesondere für die Indikation Asthma bronchiale vorhanden. Stehen die Asthmabeschwerden im Vordergrund und ist das Asthma kontrolliert, sollte primär eine subkutane Applikationsform gewählt werden. Für die allergische Rhinitis ist bei einer Sensibilisierung gegen Baumpollen oder Hausstaubmilben die Wirksamkeit einer subkutanen Applikationsform mit geeigneten Extrakten am besten belegt. Bei Patienten mit allergischer Rhinitis und Sensibilisierung gegen Gräserpollen zeigten Daten aus klinischen Studien eine Wirksamkeit der sog. Grastablette bzw. einer Tropfenapplikation. Da ein nicht unerheblicher Anteil der Patienten die SLIT in den ersten Monaten abbricht, muss individuell überprüft werden, ob eine ausreichende Compliance und Adhärenz des Patienten gegeben sind.

Resümee
Aufgrund der momentan noch ausstehenden Daten über sekundärpräventive Effekte und Langzeiterfolge der SLIT ist aktuell auch bei Kindern mit allergischer Rhinitis und Sensibilisierung gegen Gräserpollen die SCIT die primär indizierte Applikationsform.
Titel in ÜbersetzungSpecific immunotherapy in childhood: Subcutaneous or sublingual administration
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftMonatsschrift fur Kinderheilkunde
Jahrgang161
Ausgabenummer7
Seiten (von - bis)616-620
Seitenumfang5
ISSN0026-9298
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 07.2013

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  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
    SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen

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