Abstract
Hintergrund
Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS) sind Störungen zentraler Prozesse des Hörens. Die Symptome ähneln denen bei Störungen der Aufmerksamkeit und Konzentration bzw. Hyperaktivität (ADHS). Es wäre v. a. hinsichtlich therapeutischer Konsequenzen nützlich, über ein objektives diagnostisches Verfahren zu verfügen, mit dem zwischen Kindern mit AVWS und Kindern mit ADHS unterschieden werden könnte. In früheren Studien konnte gezeigt werden, dass die Ergebnisse der Ableitung der „neutral condition event related potentials“ (NC-ERP) mit jenen der psychoakustischen Tests zur AVWS-Diagnostik korrelieren.
Material und Methoden
Retrospektiv wurden NC-ERP-Daten von 99 Kindern ohne (−ADHS) und 43 mit ADHS-Symptomen (+ADHS) untersucht. Alle zeigten Symptome einer gestörten Verarbeitung von Reizen im auditorischen System.
Ergebnisse
Die einfaktorielle Varianzanalyse ergab, dass „pathologische NC-ERP“ sowohl bei −ADHS-Kindern als auch bei +ADHS-Kindern zu erwarten sind, dass also NC-ERP-Ergebnisse hinsichtlich der Kategorisierung +/−ADHS keine Gruppenzugehörigkeit zeigen.
Diskussion
Anhand dieser Ergebnisse sind NC-ERP-Ableitungen nicht geeignet, zwischen AVWS/+ADHS–Symptomträgern und AVWS/−ADHS-Symptomträgern zu diskriminieren, möglicherweise weil AVWS und ADHS zumindest teilweise überlappende bzw. identische Krankheitsbilder mit differierender Symptomatik sind.
Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS) sind Störungen zentraler Prozesse des Hörens. Die Symptome ähneln denen bei Störungen der Aufmerksamkeit und Konzentration bzw. Hyperaktivität (ADHS). Es wäre v. a. hinsichtlich therapeutischer Konsequenzen nützlich, über ein objektives diagnostisches Verfahren zu verfügen, mit dem zwischen Kindern mit AVWS und Kindern mit ADHS unterschieden werden könnte. In früheren Studien konnte gezeigt werden, dass die Ergebnisse der Ableitung der „neutral condition event related potentials“ (NC-ERP) mit jenen der psychoakustischen Tests zur AVWS-Diagnostik korrelieren.
Material und Methoden
Retrospektiv wurden NC-ERP-Daten von 99 Kindern ohne (−ADHS) und 43 mit ADHS-Symptomen (+ADHS) untersucht. Alle zeigten Symptome einer gestörten Verarbeitung von Reizen im auditorischen System.
Ergebnisse
Die einfaktorielle Varianzanalyse ergab, dass „pathologische NC-ERP“ sowohl bei −ADHS-Kindern als auch bei +ADHS-Kindern zu erwarten sind, dass also NC-ERP-Ergebnisse hinsichtlich der Kategorisierung +/−ADHS keine Gruppenzugehörigkeit zeigen.
Diskussion
Anhand dieser Ergebnisse sind NC-ERP-Ableitungen nicht geeignet, zwischen AVWS/+ADHS–Symptomträgern und AVWS/−ADHS-Symptomträgern zu diskriminieren, möglicherweise weil AVWS und ADHS zumindest teilweise überlappende bzw. identische Krankheitsbilder mit differierender Symptomatik sind.
| Titel in Übersetzung | NC-ERP in APD children with and without attention deficits |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | HNO |
| Jahrgang | 52 |
| Ausgabenummer | 1 |
| Seiten (von - bis) | 67-74 |
| Seitenumfang | 8 |
| ISSN | 0017-6192 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 01.2004 |
UN SDGs
Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung
-
SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
Fingerprint
Untersuchen Sie die Forschungsthemen von „Späte auditorische potenziale (NC-ERP) bei kindern mit symptomen einer auditiven verarbeitungs-und wahrnehmungsstörung“. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.Zitieren
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