Abstract
Die Sozialmedizin zeichnet sich im Kontrast zur klinischen Medizin durch die Betonung zweier Perspektiven aus: einerseits konzentriert sie sich auf Populationen von Gesunden und Kranken (bevölkerungsmedizinische Perspektive), andererseits auf die organisierte medizinische Versorgung (institutionenbezogene Perspektive). In diesem Rahmen behandelt der Aufsatz fünf miteinander verbundene Aspekte der Ergebnisqualität in der Rheumatologie. 1. Ergebnisorientierung als Basis und Motor der Entwicklung der "evidence-based medicine", 2. deren Bedeutung für die Formulierung von Indikationsregeln und klinischen Leitlinien als eine Grundlage, 3. von Bedarfsschätzungen, Planung und Organisation der Versorgung und 4. die Bedeutung von Ergebnisqualität für die Autonomie und Partizipation der Bevölkerung im Hinblick auf die notwendige Prioritätensetzung im Gesundheitswesen. Ergebnisorientierung hat in der rheumatologischen Klinik eine vergleichsweise lange Tradition; sie reicht bis in die 30er Jahre unseres Jahrhunderts zurück. Als jüngere Meilensteine der Entwicklung sind die International Classification of Impairments, Disabilities, and Handicaps (ICIDH, 1980) und die spätere Entwicklung von multidimensionalen Instrumenten zur Messung von subjektiver Gesundheit, Funktionskapazität oder Krankheitslast bei verschiedenen rheumatischen Erkrankungen zu nennen. In der Zukunft wird es darauf ankommen, auch das sozialmedizinische Potential dieser klinischen Entwicklungen zu entwickeln.
| Titel in Übersetzung | Quality assurance and outcomes evaluation from the per-spective of social medicine |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Aktuelle Rheumatologie |
| Jahrgang | 22 |
| Ausgabenummer | SUPPL. 1 |
| Seiten (von - bis) | S19-S23 |
| ISSN | 0341-051X |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 1997 |
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