Abstract
Hintergrund: Die eingeschränkte Aussagekraft von konventionellen Röntgenaufnahmen bei Verdacht auf Orbitabodenfraktur führt nicht selten zur teuren und aufwendigen Computertomographie-Untersuchung (CT). Es soll untersucht werden, ob die B-Mode-Sonographie als mögliche Alternative zur Computertomographie brauchbar ist und Standard-Röntgenaufnahmen bei enger Indikationsstellung ersetzen kann. Methode: Ein einfaches Modell zur sonographischen Darstellung des Orbitabodens wurde entwickelt. Die Schnittbilder wurden mit denen von 15 Probanden verglichen. 15 Patienten mit Verdacht auf Orbitabodenfraktur wurden dann sonographisch (B-Mode) untersucht. Die Befunde wurden mit denen von CT und NNH-Röntgen verglichen. Ergebnisse: Bei 13 von 15 Patienten wurde computertomographisch eine Fraktur dargestellt. Die Fraktur wurde auch sonographisch bei allen Patienten erkannt, während die NNH-Aufnahmen nur in 5 Fällen Frakturen zeigten. Die Sonographie war nicht belastend, kostengünstig und schnell durchführbar. Schlußfolgerung: Sollten sich diese Ergebnisse an größeren Fallzahlen bestätigen, so kann der routinemäßige Einsatz der Sonographie zur Diagnostik von Orbitabodenfrakturen empfohlen werden. Konventionelle Röntgenaufnahmen und CT sind bei Verdacht auf komplexe Frakturen indiziert.
| Titel in Übersetzung | Ultrasonography in orbital floor fractures: An alternative to computed tomography? |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Laryngo- Rhino- Otologie |
| Jahrgang | 75 |
| Ausgabenummer | 4 |
| Seiten (von - bis) | 242-246 |
| Seitenumfang | 5 |
| ISSN | 0935-8943 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 04.1996 |
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