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Sekundäre hormonablation beim hormonunabhängigen prostatakarzinom

D. Schilling, G. Gakis, U. Bökeler, Arnulf Stenzl, M. A. Kuczyk, A. S. Merseburger

Abstract

Nach durchschnittlich 18–24 Monaten kommt es beim Prostatakarzinom unter Androgensuppression zum PSA-Progress. Bei ungefähr der Hälfte der Patienten kann in diesem hormonunabhängigen Stadium durch eine sekundäre Hormonmanipulation eine erneute PSA-Regression über 6–12 Monate erreicht werden, bevor das Stadium der totalen Hormonrefraktärität eintritt.

Nach Progress unter kompletter Androgenablation kann durch das Absetzen des Antiandrogens in 40% der Fälle ein temporärer Regress erzielt werden. Die Gabe eines alternativen Antiandrogens führt bei 80% der Responder auf einen Antiandrogenentzug erneut zu einem PSA-Rückgang. Die Hemmung der adrenalen Testosteronfunktion mit Ketoconazol kann ebenfalls den Krankheitsprogress hinauszögern. Auch die transdermale Applikation von Östrogenen führt über Modulation der LHRH- und Testosteronausschüttung sowie über eine direkte Wirkung auf die Tumorzellen zu einer vorübergehenden Kontrolle der Tumoraktivität. Neuere Therapieformen wie z. B. Somatostatinanaloga beeinflussen das Mikro-Environment der Tumorzellen und bewirken so eine verstärkte Wirkung der Antitumortherapie.
Titel in ÜbersetzungSecondary hormonal ablation in hormone-independent prostate cancer
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftUrologe - Ausgabe A
Jahrgang48
Ausgabenummer2
Seiten (von - bis)183-190
Seitenumfang8
ISSN0340-2592
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 02.2009

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