Abstract
Fragestellung: Die Inzidenz der vulvären intraepitheliale Neoplasie (VIN) hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Ziel der Therapie ist die In-toto-Resektion. Trotzdem kommt es bei zahlreichen Frauen zu einem Rezidiv. Ziel der vorliegenden retrospektiven Studie ist es, Risikofaktoren zu identifizieren, die mit einer erhöhten Rezidivgefahr verbunden sind. Material und Methoden: Insgesamt wurden 68 Frauen mit VIN-III auf folgende Faktoren in einer univariaten- und Multivarianzanalyse untersucht (Follow-up: Median 27 Monate): Alter, HPV, HIV, Multizentrizität und Resektionsränder (1-4 mm, 5-9 mm, ≥ 10 mm). Ergebnisse: In der Univarianzanalyse kam es bei HPV-positiven und HIV-positiven Frauen signifikant häufiger zu VIN-Rezidiven (HPV: p = 0,010; HIV p < 0,000). Ebenso trat signifikant häufiger ein VIN-Rezidiv auf, wenn die VIN-Läsion mit einem Resektionsrand < 5 mm entfernt wurde (p = 0,015). In der Multivarianzanalyse konnten ein positiver HPV-Status (OR 1,48, 95 %-KI 1,07-1,40), HIV-Status (OR 0,49, 95 %-KI 0,28-0,73) und ein Resektionsrand < 5 mm (OR 2,86, 1,76-4,53) als unabhängige Risikofaktoren identifiziert werden. Schlussfolgerung: Ziel der VIN-Therapie muss die Resektion mit einem Sicherheitssaum von mindestens 5 mm sein. Ist der minimale Resektionsrand kleiner 5 mm, bzw. die Patientin HIV- und/oder HPV-positiv, muss in der Nachbeobachtung gehäuft mit VIN-Rezidiven gerechnet werden.
| Titel in Übersetzung | Risk factors for recurrence of vulvar intraepithelial neoplasia III (VIN III) |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Zentralblatt fur Gynakologie |
| Jahrgang | 128 |
| Ausgabenummer | 6 |
| Seiten (von - bis) | 347-351 |
| Seitenumfang | 5 |
| ISSN | 0044-4197 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 12.2006 |
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