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Reichweite von Suchtprävention aus der Perspektive jugendlicher Endadressaten

Florian Rehbein*, Jan Weber, Marie Christine Bergmann, Hans Jürgen Rumpf, Dirk Baier

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Zusammenfassung. Ziele: In dieser Studie wird ermittelt, welcher Anteil von Neuntklässler-innen in ihrem bisherigen Leben durch Suchtpräventionsmaßnahmen zu spezifischen Konsumrisiken (Alkohol, Rauchen, Cannabis, Ecstasy/LSD, Glücksspiel, Computerspiel) erreicht wurde (Reichweite von Suchtprävention). Methodik: Datengrundlage bildet eine niedersachenweite repräsentative Befragung von Schüler-innen der neunten Jahrgangsstufe (n = 10.638). Ergebnisse: 82,7 Prozent der befragten Jugendlichen nimmt bis zur neunten Klasse an Suchtprävention zu mindestens einem Konsumrisiko teil. Die Reichweite von Suchtprävention variiert zwischen den zu adressierenden Konsumrisiken: Rauchen: 66,5 %; Alkohol: 73,3 %; Cannabis: 53,6 %; Ecstasy/LSD: 37,4 %; Glücksspiel: 22,1 %; Computerspiele: 35,7 %. Ebenso variieren die eingesetzten Vermittlungsmethoden: Unterricht durch Lehrkraft: 55,5 %; Workshop: 26,6 %; Projektwoche: 24,4 %; Wettbewerb: 8,5 %; Mitmach-Station: 11,5 %; Infomaterialien: 26,8 %; Online-Informationen: 28,1 %. Während dem Urbanisierungsgrad der Wohnregion kaum eine Bedeutung für die Reichweite von Suchtprävention zukommt, haben Hauptschüler-innen gegenüber Gymnasiast-innen in geringerem Maße an extern vermittelten suchtpräventiven Angeboten teilgenommen. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen, dass Suchtprävention zum Themenfeld illegale Substanzen und insbesondere exzessiv-belohnenden Verhaltensangeboten einen zu geringen Anteil von Jugendlichen erreicht und ausgebaut werden sollte.
Titel in ÜbersetzungCoverage of addiction prevention from the adolescence perspective
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftSucht
Jahrgang65
Ausgabenummer1
Seiten (von - bis)48-59
Seitenumfang12
ISSN0939-5911
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 15.04.2019

UN SDGs

Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung

  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
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  2. SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
    SDG 10 – Weniger Ungleichheiten

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)

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