Abstract
Hintergrund: In einem von der DRV Bund geförderten Forschungsprojekt wurde eine neue Nachsorgestrategie für Rehabilitanden mit chronischem Rückenschmerz entwickelt, das „Neue Credo“. Wesentliches Ziel des Konzepts ist die Aufnahme und langfristige Aufrechterhaltung körperlicher Aktivität im Alltag der Rehabilitanden. Mithilfe von kontinuierlich geführten und durch die Reha-Klinik kontrollierten Bewegungstagebüchern sollen Rehabilitanden zur Aufnahme und Beibehaltung der körperlichen Aktivität im Alltag motiviert werden mit dem Ziel, die am Ende der Reha-Maßnahme erreichten gesundheitlichen Erfolge längerfristig aufrecht zu erhalten. Vorliegender Beitrag fokussiert auf den Einfluss der Bewegungstagebücher auf die gesundheitsbezogenen Reha-Effekte.
Methode: Die zur sekundären Analyse vorliegenden Daten stammen aus einer prospektiven kontrollierten multizentrischen Längsschnittstudie, an der sich 6 Rehabilitationseinrichtungen aus Schleswig-Holstein, 3 Interventions- und 3 Kontrollkliniken, beteiligten. Die Interventionsgruppenteilnehmer (IG) durchliefen die begleitete Nachsorge und bilden die Ausgangsstichprobe für die vorliegenden Analysen. Im Fokus der Auswertung steht der Grad der Bearbeitung der Tagebücher. Hierfür wurden Summen- bzw. Notenscores berechnet. Die Analyse der Zusammenhänge zwischen dem Grad der Bearbeitung der Bewegungstagebücher und den Outcomeparametern (12-Monatskatamnese) erfolgte mit multiplen Regressionsanalysen.
Ergebnisse: Für n=116 IG-Teilnehmer lagen auswertbare Datensätze vor (Fragebögen zu allen 3 Messzeitpunkten und 3 Bewegungstagebücher). Es fanden sich signifikante Zusammenhänge zwischen dem Grad der Bearbeitung der Bewegungstagebücher und den primären Zielgrößen: Rehabilitanden, die die Bewegungstagebücher kontinuierlich und vollständig bearbeiteten, waren zum Katamnesezeitpunkt in ihrer Teilhabe signifikant weniger eingeschränkt und verfügten über eine signifikant bessere Funktionskapazität als Rehabilitanden, die die Bewegungstagebücher weniger ausführlich bearbeiteten. Ähnliche Ergebnisse zeigen sich für die sekundären Zielvariablen Vitalität und Depressivität. Die erklärte Varianz variiert zwischen 3 und 6%.
Diskussion und Schlussfolgerung: Unabhängig vom Grad der Bearbeitung berichten die Rehabilitanden eine hohe Akzeptanz und Zufriedenheit mit den Bewegungstagebüchern. Mit Blick auf die Langzeitergebnisse sehen wir signifikante Effekte. Die Varianzanteile fallen in allen Regressionsmodellen für den Bearbeitungsscore relativ klein aus. Dies ist wenig überraschend, da die Bewegungstagebücher eine äußerst niederschwellige Intervention darstellen. Die Ergebnisse zeigen dennoch, dass Rehabilitanden durch die Bewegungstagebücher wichtige Hilfestellungen hinsichtlich der Integration körperlicher Aktivitäten in den Alltag erhielten.
Methode: Die zur sekundären Analyse vorliegenden Daten stammen aus einer prospektiven kontrollierten multizentrischen Längsschnittstudie, an der sich 6 Rehabilitationseinrichtungen aus Schleswig-Holstein, 3 Interventions- und 3 Kontrollkliniken, beteiligten. Die Interventionsgruppenteilnehmer (IG) durchliefen die begleitete Nachsorge und bilden die Ausgangsstichprobe für die vorliegenden Analysen. Im Fokus der Auswertung steht der Grad der Bearbeitung der Tagebücher. Hierfür wurden Summen- bzw. Notenscores berechnet. Die Analyse der Zusammenhänge zwischen dem Grad der Bearbeitung der Bewegungstagebücher und den Outcomeparametern (12-Monatskatamnese) erfolgte mit multiplen Regressionsanalysen.
Ergebnisse: Für n=116 IG-Teilnehmer lagen auswertbare Datensätze vor (Fragebögen zu allen 3 Messzeitpunkten und 3 Bewegungstagebücher). Es fanden sich signifikante Zusammenhänge zwischen dem Grad der Bearbeitung der Bewegungstagebücher und den primären Zielgrößen: Rehabilitanden, die die Bewegungstagebücher kontinuierlich und vollständig bearbeiteten, waren zum Katamnesezeitpunkt in ihrer Teilhabe signifikant weniger eingeschränkt und verfügten über eine signifikant bessere Funktionskapazität als Rehabilitanden, die die Bewegungstagebücher weniger ausführlich bearbeiteten. Ähnliche Ergebnisse zeigen sich für die sekundären Zielvariablen Vitalität und Depressivität. Die erklärte Varianz variiert zwischen 3 und 6%.
Diskussion und Schlussfolgerung: Unabhängig vom Grad der Bearbeitung berichten die Rehabilitanden eine hohe Akzeptanz und Zufriedenheit mit den Bewegungstagebüchern. Mit Blick auf die Langzeitergebnisse sehen wir signifikante Effekte. Die Varianzanteile fallen in allen Regressionsmodellen für den Bearbeitungsscore relativ klein aus. Dies ist wenig überraschend, da die Bewegungstagebücher eine äußerst niederschwellige Intervention darstellen. Die Ergebnisse zeigen dennoch, dass Rehabilitanden durch die Bewegungstagebücher wichtige Hilfestellungen hinsichtlich der Integration körperlicher Aktivitäten in den Alltag erhielten.
| Titel in Übersetzung | Post-rehabilitation Support New Credo: Impact of Activity Diaries on Long-term Success of Orthopaedic Rehabilitation Patients |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Physikalische Medizin Rehabilitationsmedizin Kurortmedizin |
| Jahrgang | 25 |
| Ausgabenummer | 5 |
| Seiten (von - bis) | 248-253 |
| Seitenumfang | 6 |
| ISSN | 0940-6689 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 01.10.2015 |
UN SDGs
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SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
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