Quantitative analyse des einflusses von standardisiertem gehen auf die venöse hämodynamik bei postthrombotischem syndrom

Birgit Kahle, S. Bolz, K. Feise

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Abstract

Ziel der Arbeit war, den hämodynamischen Einfluss von ruhigem Gehen mit und ohne Kompression bei postthrombotischem Syndrom (PTS). Patienten und Methode: Bei 30 PTS-Patienten (C4-6, ES, ADSP, PRO) und 20 Gesunden wurde duplexsonographisch das Stromzeitvolumen der Vena und Arteria femoralis communis gemessen und aus dem Quotient der venoarterielle Flow-Index (VAFI-1) berechnet. Nach standardisierter Gehleistung (10 min; 2,0 km/h) wurde VAFI-2 gemessen. Anschließend wurde für 30 min ein Kompressionsverband angelegt und unter Kompression VAFI-3 bestimmt. Die Gehleistung wurde mit Kompression wiederholt und danach VAFI-4 gemessen. Ergebnisse: Bei PTS war der mittlere VAFI 1,56 ± 0,32. Nach 10-minütigem Gehen reduzierte sich VAFI-2 auf 1,27 ± 0,37 und nach 30-minütiger Kompression (VAFI-3) auf 1,12 ± 0,27. Nach Gehen mit Kompression reduzierte sich VAFI-4 weiter auf 1,05 ± 0,26. Alle Indexwerte nach Gehen und/oder Kompression unterschieden sich hoch signifikant von VAFI-1 (p <0,001), nicht jedoch untereinander. VAFI-4 bei PTS unterschied sich nicht von den Indexwerten der Kontrollgruppe (p = 0,09). VAFI war in der Kontrollgruppe 0,94 ± 0,18 und änderte sich nicht nach Gehen mit oder ohne Kompression. Schlussfolgerung: Gehen ohne Kompression sowie eine 30-minütige Kompression führen zu einer signifikanten Verbesserung der venöser Hämodynamik bei PTS. Die Kombination von Kompression und Gehen bewirkt eine Absenkung des VAFI auf ein nahezu gesundes Niveau.
Titel in ÜbersetzungQuantitative analysis of the hemodynamic improvement by standardized walking in postphlebitic syndrome
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftPhlebologie
Jahrgang31
Ausgabenummer6
Seiten (von - bis)126-131
Seitenumfang6
ISSN0939-978X
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 12.2002

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