Abstract
In unserer Untersuchung sollte überprüft werden, ob sich die bei cP-Kranken häufig beschriebene gehemmte Aggressivität psychometrisch erfassen läßt.
In drei konsekutiven Stichproben mit insgesamt 228 cP-Patienten wurde zu fünf Untersuchungszeitpunkten die Prävalenz spontaner Aggressivität mit der Halbform A des FPI, Skala 2, ermittelt. Der Anteil der aggressionsgehemmten Patienten liegt zwischen 32% und 40%. Nur zu zwei von fünf Meßzeitpunkten ist dieser Anteil als überzufällig hoch anzusehen. Statistisch signifikante Zusammenhänge zwischen der Aggressivität und gleichzeitig erhobenen Krankheitsparametern, soziodemographischen Variablen und Indikatoren einer strukturellen sozialen Isolation ließen sich bis auf wenige Ausnahmen nicht sichern.
Nur zu den anderen Skalen des FPI, hier vor allem zur Offenheitsskala, fanden sich signifikante lineare Korrelationen. Schließen wir alle im Sinne sozialer Erwünschtheit antwortenden Patienten aus den Auswertungen aus, so ist der Anteil der Aggressionsgehemmten nicht signifikant erhöht.
Die Hypothese der gehemmten Aggressivität bei cP-Kranken findet durch die vorliegende Untersuchung keine Stützung. Insgesamt scheint ein Persönlichkeitsinventar wie der FPI eher nicht geeignet, ein derartiges psychodynamisches Phänomen zu erfassen. Hier wäre vielmehr an den Einsatz psychoanalytischer Interviews oder projektiver Tests zu denken.
In drei konsekutiven Stichproben mit insgesamt 228 cP-Patienten wurde zu fünf Untersuchungszeitpunkten die Prävalenz spontaner Aggressivität mit der Halbform A des FPI, Skala 2, ermittelt. Der Anteil der aggressionsgehemmten Patienten liegt zwischen 32% und 40%. Nur zu zwei von fünf Meßzeitpunkten ist dieser Anteil als überzufällig hoch anzusehen. Statistisch signifikante Zusammenhänge zwischen der Aggressivität und gleichzeitig erhobenen Krankheitsparametern, soziodemographischen Variablen und Indikatoren einer strukturellen sozialen Isolation ließen sich bis auf wenige Ausnahmen nicht sichern.
Nur zu den anderen Skalen des FPI, hier vor allem zur Offenheitsskala, fanden sich signifikante lineare Korrelationen. Schließen wir alle im Sinne sozialer Erwünschtheit antwortenden Patienten aus den Auswertungen aus, so ist der Anteil der Aggressionsgehemmten nicht signifikant erhöht.
Die Hypothese der gehemmten Aggressivität bei cP-Kranken findet durch die vorliegende Untersuchung keine Stützung. Insgesamt scheint ein Persönlichkeitsinventar wie der FPI eher nicht geeignet, ein derartiges psychodynamisches Phänomen zu erfassen. Hier wäre vielmehr an den Einsatz psychoanalytischer Interviews oder projektiver Tests zu denken.
| Titel in Übersetzung | Psychological Measurement of Aggressiveness in Patients with Rheumatoid Arthritis |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Aktuelle Rheumatologie |
| Jahrgang | 13 |
| Ausgabenummer | 1 |
| Seiten (von - bis) | 18-24 |
| Seitenumfang | 7 |
| ISSN | 0341-051X |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 01.1988 |
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