Abstract
Die prolongierte postoperative Störung der koordinierten gastrointestinalen Funktion ohne mechanisches Hindernis wird als Magen-Darm-Atonie oder postoperativer paralytischer Ileus bezeichnet. Die Ursachen sind multifaktoriell und noch nicht vollständig geklärt. Vermittelt wird die postoperative Darmatonie durch die so genannte „inflammatorische Antwort“ auf einen abdominalchirurgischen Eingriff. Pathogenetisch besitzen neurogene inhibitorische Reflexe, schmerzbedingte Reize aus dem zentralen Nervensystem und freigesetzte Neurotransmitter als Motilitätshemmer eine zentrale Bedeutung. Zur Prävention und Therapie der postoperativen Magen-Darm-Atonie kommen multimodale Therapiekonzepte zur Anwendung. Durch die Reduktion des Zugangstraumas, geeignete Anästhesie- und Analgesieverfahren (Periduralkatheter und nichtsteroidale Antiphlogistica), den frühzeitigen oralen Kostaufbau und die frühzeitige Mobilisation kann die postoperative Magen-Darm-Atonie auf ein Minimum reduziert werden.
| Titel in Übersetzung | Prophylaxis and therapy of postoperative paralytic ileus |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Intensivmedizin und Notfallmedizin |
| Jahrgang | 43 |
| Ausgabenummer | 8 |
| Seiten (von - bis) | 619-627 |
| Seitenumfang | 9 |
| ISSN | 0175-3851 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 01.11.2006 |
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