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Prävention von gesundheitsstörungen aufgrund von tabakrauchen und alkoholkonsum - Der beitrag zur gesundheitsversorgung mit besonderer berücksichtigung des transtheoretischen modells der verhaltensänderung

Ulrich John*, Ulfert Hapke, Hans Jürgen Rumpf, Christian Meyer, Gallus Bischof, Monika Hanke, Anja Schumann, Jeannette Riedel, Wolfgang Hannöver, Jochen René Thyrian, Karin Bott, Andrea Michael

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Problem: Gesundheitsstörungen aufgrund von Tabakrauchen und riskantem Alkoholkonsum bilden die bedeutendste vermeidbare Todesursache in Deutschland, ihre Beeinflussung lässt einen signifikanten Beitrag zur Erhöhung der Lebenserwartung und zur Verringerung der Morbidität erwarten. Aber nur ein Teil der Raucher sowie der Alkoholabhängigen nimmt die vorhandene Suchtkrankenhilfe in Anspruch, und nur ein Teil ist änderungsbereit. Deshalb sollten die Aktivitäten der Suchtkrankenhilfe bevölkerungsorientierter werden, d. h. ein breites Maßnahmenbündel muss alle Zielgruppen proaktiv, d. h. durch Initiative der Helfer erreichen. Die Bemühungen sollen zu einem Anwachsen des Bevölkerungsanteils mit Abstinenz oder Mäßigung führen. Die Suchtkrankenhilfe trägt dann zur Erhöhung der Lebenserwartung und zur Senkung der Gesamtmorbidität bei. Ziel: Es sollen ausgewählte Grundsätze der Prävention von Gesundheitsstörungen aufgrund von Tabakrauchen und riskantem Alkoholkonsum dargestellt werden. Ergebnisse: Die Grundsätze der Prävention lassen sich mit psychologischen Konzepten beschreiben. Sie umfassen zwei Wege: die generalisierte Verhaltensbeeinflussung, etwa die Förderung abstinenz- oder mäßigungsorientierter Verhaltensregeln in der Gesellschaft, und die individuelle Motivierung. Sie soll die individuelle Ausgangssituation für eine Verhaltensänderung berücksichtigen und die Aufrechterhaltung abstinenz- oder mäßigungsorientierten Verhaltens fördern. Umfassende Prävention vereint die beiden Vorgehensweisen. Sie bildet den geeigneten Bevölkerungsansatz der Krankheitsvorbeugung. Zugrunde liegen psychologische Grundlagen- und Therapieforschung. Dazu wird das Transtheoretische Modell der Verhaltensänderung nach Prochaska und DiClemente (1983) ausgeführt. Fazit: Die erforderlichen Arbeitsschwerpunkte für die Umstrukturierung von Gesundheitsleistungen auf eine präventive Orientierung beinhalten u. a. die Förderung substanzpolitischer Maßnahmen sowie die Entwicklung individueller Motivierung. Dazu sind Ressourcen entsprechend auszurichten.
Titel in ÜbersetzungPrevention of tobacco- and alcohol-related diseases - Its contribution to health care under consideration of the transtheoretical model of behavior change
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftSucht
Jahrgang48
Ausgabenummer4
Seiten (von - bis)284-295
Seitenumfang12
ISSN0939-5911
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 01.08.2002

UN SDGs

Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung

  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
    SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
  2. SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
    SDG 10 – Weniger Ungleichheiten

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)

Fingerprint

Untersuchen Sie die Forschungsthemen von „Prävention von gesundheitsstörungen aufgrund von tabakrauchen und alkoholkonsum - Der beitrag zur gesundheitsversorgung mit besonderer berücksichtigung des transtheoretischen modells der verhaltensänderung“. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.

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