Abstract
Der vorliegende, selektive Übersichtsbeitrag diskutiert die Fragestellung inwieweit typische Breitensportaktivitäten mit Infertilität bzw. den Ergebnissen einer Infertilitätstherapie in Zusammenhang zu bringen sind. Darüber hinaus werden die Studien zur Mobilisierung der Patientin nach Embryotransfer zusammengefasst und diskutiert. Moderate Sportausübung kann bei dezidiert übergewichtigen Frauen mit anovulatorischer Infertilität in Kombination mit Gewichtsreduktion die Ovarfunktion günstig beeinflussen. Aus einer jüngeren populationsbasierten, prospektiven Kohortenstudien gibt es jedoch Hinweise, dass eine intensive sportliche Aktivität das Risiko für ungewollte Kinderlosigkeit möglicherweise steigert. Bei IVF-Behandlung gibt es ebenso Hinweise, dass intensives kardiovaskuläres Training mit einer Verringerung der Schwangerschaftswahrscheinlichkeit, respektive Erhöhung der Abortneigung, assoziiert sein könnte. Moderates Training scheint hingegen eher mit einem guten Behandlungserfolg verbunden. Eine Mobilisierung der Patientin unmittelbar nach Embryotransfer ist gut untersucht. Körperliche Aktivität nach Embryotransfer hat keinen Einfluss auf die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit nach IVF.
| Titel in Übersetzung | Physical activity and sports in association with desire for a child and infertility treatment |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Gynakologische Endokrinologie |
| Jahrgang | 8 |
| Ausgabenummer | 4 |
| Seiten (von - bis) | 248-252 |
| Seitenumfang | 5 |
| ISSN | 1610-2894 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 11.2010 |
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