Abstract
Hintergrund Um ein optimales Therapieergebnis zu erzielen, müssen Arzneimittel- und Ernährungstherapie bestmöglich verknüpft werden – und zwar sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich. Fraglich ist, wie Ernährungsfachkräfte die pharmakologischen Inhalte in Ausbildung und Studium vor ihrem berufspraktischen Hintergrund einschätzen. Ebenfalls unklar ist, wie ein spezifisch ernährungstherapeutischer Stoffkatalog „Pharmakologie in der Ernährungstherapie“ konzipiert sein sollte.
Material und Methoden Um die Einschätzung des Stellenwerts pharmakologischer Kenntnisse durch Ernährungsfachkräfte zu evaluieren, wurde eine deutschlandweite Online-Umfrage durchgeführt. Anschließend wurde durch systematische Analyse ein Stoffkatalog zur Integration in die Curricula der Ernährungsfachkräfte konzipiert.
Ergebnisse An der Umfrage nahmen 101 Teilnehmer teil, von denen 65 % Diätassistenten/-innen und 35 % anderweitig beruflich qualifiziert waren. 98,9 % der Teilnehmer gaben an, im Rahmen ihrer Ernährungsberatung eine Arzneimittelanamnese zu erheben. 98 % der Teilnehmer schätzten, dass mehr pharmakologische Kenntnisse für die tägliche Arbeit hilfreich wären; 99 % hielten die wechselseitigen Einflüsse von Ernährungs- und Arzneimitteltherapie für relevant. Lediglich 10 % der Teilnehmer sahen ihre pharmakologischen Kenntnisse als „vollkommen ausreichend“ an. Die Analyse der Schnittmengen zwischen Ernährungsmedizin, Ernährungswissenschaft, Diätetik und Pharmakologie führte zur Identifizierung ernährungstherapeutisch relevanter pharmakologischer Themenfelder; diese wurden in einem Stoffkatalog konkretisiert.
Schlussfolgerung Spezifische pharmakologische Aspekte sind in der Ernährungstherapie relevant, werden bisher in Ausbildung und Studium von Ernährungsfachkräften jedoch nicht adäquat abgebildet. Der vorgeschlagene Stoffkatalog „Pharmakologie in der Ernährungstherapie“ umfasst die ernährungstherapeutisch relevanten pharmakologischen Themenfelder und kann als Vorlage zur curricularen Erweiterung der Ausbildungs- bzw. Studiengänge dienen.
Material und Methoden Um die Einschätzung des Stellenwerts pharmakologischer Kenntnisse durch Ernährungsfachkräfte zu evaluieren, wurde eine deutschlandweite Online-Umfrage durchgeführt. Anschließend wurde durch systematische Analyse ein Stoffkatalog zur Integration in die Curricula der Ernährungsfachkräfte konzipiert.
Ergebnisse An der Umfrage nahmen 101 Teilnehmer teil, von denen 65 % Diätassistenten/-innen und 35 % anderweitig beruflich qualifiziert waren. 98,9 % der Teilnehmer gaben an, im Rahmen ihrer Ernährungsberatung eine Arzneimittelanamnese zu erheben. 98 % der Teilnehmer schätzten, dass mehr pharmakologische Kenntnisse für die tägliche Arbeit hilfreich wären; 99 % hielten die wechselseitigen Einflüsse von Ernährungs- und Arzneimitteltherapie für relevant. Lediglich 10 % der Teilnehmer sahen ihre pharmakologischen Kenntnisse als „vollkommen ausreichend“ an. Die Analyse der Schnittmengen zwischen Ernährungsmedizin, Ernährungswissenschaft, Diätetik und Pharmakologie führte zur Identifizierung ernährungstherapeutisch relevanter pharmakologischer Themenfelder; diese wurden in einem Stoffkatalog konkretisiert.
Schlussfolgerung Spezifische pharmakologische Aspekte sind in der Ernährungstherapie relevant, werden bisher in Ausbildung und Studium von Ernährungsfachkräften jedoch nicht adäquat abgebildet. Der vorgeschlagene Stoffkatalog „Pharmakologie in der Ernährungstherapie“ umfasst die ernährungstherapeutisch relevanten pharmakologischen Themenfelder und kann als Vorlage zur curricularen Erweiterung der Ausbildungs- bzw. Studiengänge dienen.
| Titel in Übersetzung | Pharmacology and nutritional therapy: An examination of the significance of pharmacological knowledge and proposal of a curriculum |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Aktuelle Ernahrungsmedizin |
| Jahrgang | 42 |
| Ausgabenummer | 1 |
| Seiten (von - bis) | 11-20 |
| Seitenumfang | 10 |
| ISSN | 0341-0501 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 01.02.2017 |
UN SDGs
Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung
-
SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
Strategische Forschungsbereiche und Zentren
- Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)
Fingerprint
Untersuchen Sie die Forschungsthemen von „Pharmakologie in der Ernährungstherapie: Untersuchung zum Stellenwert pharmakologischer Kenntnisse und Vorschlag eines Stoffkatalogs“. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.Zitieren
- APA
- Author
- BIBTEX
- Harvard
- Standard
- RIS
- Vancouver