Abstract
Nichtepileptische paroxysmale Bewegungsstörungen sind durch unterschiedliche Formen von extrapyramidalen Hyperkinesen (Dystonie, Chorea, Athetose, Ballismus) in variabler Kombination bzw. durch Kleinhirnsymptome gekennzeichnet. Es lassen sich die folgenden Hauptgruppen unterscheiden: 1. Paroxysmale Dystonien und Choreoathetosen (Paroxysmale dystone Choreoathetose (PDC), Paroxysmale kinesiogene Choreoathetose, Intermediärform), 2. Paroxysmale Ataxien (PA) (PA mit Myokymie/Neuromyotonie, Azetazolamid-responsive PA). Die nächtliche paroxysmale Dystonie wird jetzt als eine Form der nächtlichen Frontallappen-Epilepsie angesehen. Molekulargenetische Forschung hat in jüngster Zeit zum ätiologischen Verständnis der paroxysmalen Dyskinesien einen entscheidenden Beitrag geleistet: In verschiedenen Familien gelang eine Kopplung für PDC (Chromosom 2q) und PA (Chromosomen 12p, 19p). Die PA konnten als Kanal-Erkrankungen identifiziert werden, denen Mutationen im Kalium- (PA mit Myokymie/Neuromyotonie) bzw. im Kalzium-Kanal (Azetazolamid-responsive PA) zugrundeliegen.
| Titel in Übersetzung | Non-epileptic paroxysmal dyskinesia |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Nervenarzt |
| Jahrgang | 69 |
| Ausgabenummer | 8 |
| Seiten (von - bis) | 647-659 |
| Seitenumfang | 13 |
| ISSN | 0028-2804 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 1998 |
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