Abstract
Bei der Versorgung von Knochendefektbrüchen ist bis heute die autologe Spongiosaplastik der Goldstandard zum Defektaufbau. In der Literatur werden Komplikationsraten bis zu 30 % angegeben. Deshalb ist man auf der Suche nach einem Knochenersatzmaterial, das den hohen Anforderungen an Osteoinduktivität, Osteokonduktivität und Osteogenese gerecht wird. Diese Studie untersucht Komplikationen und Frakturheilungsraten bei Patienten mit Knochendefekten, welche mit synthetischem silikatsubstituiertem Calciumphosphat behandelt wurden. Die festgestellten Komplikationsraten und Heilungsquoten zeigen im Literaturvergleich vergleichbare Ergebnisse wie sie mit einer Spongiosaplastik erreicht wurden. Die Komplikationsrate bei der Verwendung von silikatsubstituiertem Nanohydroxylapatit erscheint bei eingeschränkter Vergleichbarkeit niedriger als die Kombination der Komplikationsraten von Spongiosaplastik und Spongiosaentnahmestelle. Synthetische Knochenersatzstoffe zeigen hinsichtlich Komplikationen und Frakturheilungsraten gegenüber dem Goldstandard kein schlechteres Outcome und sollten bei der Behandlung von Knochendefektbrüchen an den Extremitäten und am Becken als Alternative zur autologen Spongiosaplastik berücksichtigt werden. Die Stärken dieser Studie liegen in einem prospektiven und konsekutiven Studiendesign. Eine Computertomographie aller eingeschlossenen Patienten wäre wünschenswert gewesen, war aber aus finanziellen und strahlenhygienischen Gründen nicht durchführbar.
Titel in Übersetzung | Nanostructured synthetic bone substitute material for treatment of bone defects: Results of an observational study |
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Originalsprache | Deutsch |
Zeitschrift | Trauma und Berufskrankheit |
Jahrgang | 18 |
Ausgabenummer | 4 |
Seiten (von - bis) | 308-318 |
Seitenumfang | 11 |
ISSN | 1436-6274 |
DOIs | |
Publikationsstatus | Veröffentlicht - 01.12.2016 |
Strategische Forschungsbereiche und Zentren
- Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)