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Myxödemkoma als seltene differenzialdiagnose einer schweren bewusstseinsstörung

R. Kollmar, P. D. Schellinger, J. Bardutzky, F. Meisel, M. Schwaninger

Abstract

Das Myxödemkoma stellt eine seltene, lebensbedrohliche Komplikation der Hypothyreose dar und sollte in differenzialdiagnostische Überlegungen bei Komapatienten eingehen. Im vorliegenden Fall wurde ein 66-jähriger Patient mit CO2Narkose,Hypothermie,Bradykardie,Hyporeflexie,Tetraparese, Aszites,Pleuraergüssen und Herzinsuffizienz vorgestellt.Nach Normalbefunden im Liquor, kranialem CT,MRT und MR-Angiographie wurde eine Behandlung mit Verdacht auf ein Myxödemkoma durchgeführt. Diese bestand in einer Hochdosistherapie mit L-Thyroxin und Hydrokortison.Letzteres sollte eine sekundäre Nebennierenrindeninsuffizienz verhindern. Die Diagnose wurde bestätigt durch: rasche klinische Erholung, erniedrigtes T3 (0,93 ng/l) und T4 (7,2 ng/l), erhöhtes TSH (20,19 mU/l) und die nachfolgende Anamnese einer Radiojodtherapie mit unregelmäßiger L-Thyroxin-Einnahme.Zusammenfassend sollte bei Verdacht auf ein Myxödemkoma nach Bestätigung durch Labortests unverzüglich mit der Therapie begonnen werden, da der Verlauf der Erkrankung entscheidend vom Zeitpunkt der Behandlung abhängt.
Titel in ÜbersetzungMyxedema coma as a rare differential diagnosis of severe consciousness disturbance
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftNervenarzt
Jahrgang73
Ausgabenummer12
Seiten (von - bis)1183-1185
Seitenumfang3
ISSN0028-2804
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 01.12.2002

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  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
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