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Krebsrisiko nach ovarieller simulation

T. Cordes, A. Schultze-Mosgau, G. Griesinger, K. Diedrich, S. Von Otte*

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Die Frage, ob eine ovarielle hormonelle Stimulation mit einem erhöhten Krebsrisiko für gynäkologische Karzinome einhergeht, stellt nach wie vor eine Kontroverse dar. Es gibt Hinweise in Studien, dass Risikofaktoren im Kollektiv infertiler Frauen existieren, die zu einem erhöhten Erkrankungsrisiko für bestimmte Malignome führen. Zu diesen zählen Nulligravidität, lange Stimulationsbehandlungen von Patientinnen mit einer langen Nachbeobachtungszeit sowie häufig durchgeführte Clomifenstimulationen. Außerdem scheint eine leichte Erhöhung von Borderline-Tumorinzidenzen während ovarieller Stimulation vorzuliegen. Die Daten zum Mammakarzinom werden in den einzelnen Untersuchungen sehr heterogen angegeben, während neuere Studien zum Endometriumkarzinom bei Clomifenstimulation durchaus Hinweise auf ein erhöhtes Erkrankungsrisiko zeigen. Die Ergebnisse der einzelnen Studien müssen weiterverfolgt werden, insbesondere, da die Patientinnen, die eine ovarielle Stimulation erhalten haben, erst jetzt den malignomspezifischen Altersgipfel der Karzinomerkrankung erreichen. Es müssen weitere epidemiologische Untersuchungen durchgeführt und die Daten längerer Nachbeobachtungszeiten in laufenden Studien abgewartet werden, um hinsichtlich dieser Fragestellung eindeutigere Aussagen machen zu können.
Titel in ÜbersetzungRisk of cancer after ovarian stimulation
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftGynakologische Endokrinologie
Jahrgang5
Ausgabenummer4
Seiten (von - bis)198-202
Seitenumfang5
ISSN1610-2894
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 11.2007

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