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Krankenhauspatienten mit riskantem alkoholkonsum sind offen für beratung

Jennis Freyer*, B. Coder, C. Pockrandt, Birgit Hartmann, H. J. Rumpf, U. John, U. Hapke

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Ziel der Studie: Ermittlung von Prädiktoren für die Offenheit von Allgemeinkrankenhauspatienten mit Alkoholproblemen gegenüber alkoholbezogenen Beratungen. Prüfung, ob auch diejenigen mit leichteren Alkoholproblemen und diejenigen mit mangelnder Änderungs- bzw. Inanspruchnahmemotivation für alkoholbezogene Beratungen offen sind. Methodik: Insgesamt wurden 1150 Krankenhauspatienten mit einem von vier Alkoholproblemen (Abhängigkeit, Missbrauch, Risikokonsum oder Rauschtrinken) zu ihrer Offenheit gegenüber alkoholbezogenen Beratungen, ihrer Intention den Alkoholkonsum zu verändern und formelle Hilfen in Anspruch zu nehmen befragt. Multivariate logistische Regression wurde berechnet, um Prädiktoren für die Zustimmung zu Beratungen zu ermitteln. Ergebnisse: Insgesamt gaben 66 % der Probanden an, für Beratungen über mögliche Hilfen oder darüber, wie sie sich selbst helfen können, offen zu sein. Darunter befanden sich 77 % der abhängigen und 56 % der nichtabhängigen Probanden. Verhaltensänderungs- und Inanspruchnahmemotivation wurden als die bedeutsamsten Prädiktoren für die Zustimmung zu Beratungen ermittelt. Dennoch waren von allen beratungswilligen Probanden 63 % noch nicht bereit, ihr Trinkverhalten zu ändern, und 62 % waren noch nicht bereit, umfassendere formelle Hilfen in Anspruch zu nehmen. Schlussfolgerung: Unter Allgemeinkrankenhauspatienten ist ein Großteil derjenigen mit leichteren Alkoholproblemen als auch derjenigen ohne Bereitschaft zur Teilnahme an umfangreicheren professionellen Hilfsangeboten offen für eine alkoholbezogene Beratung. Das eröffnet die Chance, dass Suchtberater, Ärzte oder Pflegepersonal die Patienten nach einem systematischen Screening auf Alkoholprobleme, aus eigener Initiative proaktiv beraten.
Titel in ÜbersetzungGeneral hospital patients with alcohol problems welcome counselling
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftGesundheitswesen
Jahrgang68
Ausgabenummer7
Seiten (von - bis)429-435
Seitenumfang7
ISSN0941-3790
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 07.2006

UN SDGs

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  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
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  2. SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
    SDG 10 – Weniger Ungleichheiten

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)

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