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Komplizierte intraabdominelle Infektionen: Erreger, Resistenzen: Empfehlungen der Infektliga zur Antibiotikatherapie

K. F. Bodmann*, Peter Kujath

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Intraabdominelle Infektionen entstehen durch das Eindringen von Bakterien in die Wand abdomineller Hohlorgane, und ihre Vermehrung hat Peritonitis oder Abszesse zur Folge. Wenn sich die Infektion in die Bauchhöhle oder andere normalerweise sterile Regionen des Abdominalraums ausbreitet, spricht man von einer komplizierten intraabdominellen Infektion. Die Patienten müssen in Verbindung mit einer rechtzeitigen chirurgischen Herdsanierung antibiotisch behandelt werden.

Nahezu alle intraabdominellen Infektionen sind polymikrobiell und werden durch Bakterien der Darmflora verursacht (Aerobier und fakultative und obligate Anaerobier – Enterobacteriaceae, Enterokokken und Bacteroides fragilis werden am häufigsten isoliert). Die Entstehung einer Antibiotikaresistenz (z. B. ESBL-produzierende Enterobacteriaceae oder multiresistente Enterokokken und Staphylokokken) stellt eine massive Bedrohung für Patienten mit chirurgischen Infektionen dar. Besonders bei Patienten mit nosokomial erworbenen Infektionen kann eine inadäquate empirische Antibiotikabehandlung zu Therapieversagen und zum Tod führen. Bei Risikopatienten sollten Antibiotikaregime mit einem breiten Spektrum, das auch resistente gramnegative Erreger und Anaerobier sowie grampositive Bakterien wie Enterokokken (inkl. VRE) und Staphylokokken beinhaltet, in Betracht gezogen werden.
Titel in ÜbersetzungComplicated intra-abdominal infections: Pathogens, resistance: Recommendations of the Infectliga on antbiotic therapy
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftChirurg
Jahrgang81
Ausgabenummer1
Seiten (von - bis)38-49
Seitenumfang12
ISSN0009-4722
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 01.01.2010

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  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
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