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Komplikationen bei Frühgeborenen: Klinische und genetische Risikofaktoren

W. Göpel*

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Hintergrund
Komplikationen der Frühgeburtlichkeit wie Hirnblutungen und bronchopulmonale Dysplasie (BPD) haben auch heute noch einen wesentlichen Einfluss auf Mortalität und langfristige Morbidität.

Ziel der Arbeit
Aktuelle Prävalenzdaten zu typischen Komplikationen bei Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 1500 g sollen unter Berücksichtigung klinischer und genetischer Risikofaktoren zusammengefasst werden.

Material und Methode
Hierzu erfolgten die Auswertung publizierter epidemiologischer Daten und die Analyse der Datenbank des Deutschen Frühgeborenen-Netzwerks.

Ergebnisse
In den letzten Jahren ist es zu keinem wesentlichen Rückgang von typischen Komplikationen gekommen. Alle Komplikationen sind mit ungünstigen kurz- und/oder langfristigen Folgen assoziiert. Klinische Risikofaktoren wurden durch epidemiologische Studien identifiziert, trotzdem ist die Pathophysiologie vieler Komplikationen noch nicht geklärt. Auch die bisherigen genetischen Untersuchungen konnten kaum etwas zur Klärung pathophysiologischer Zusammenhänge beitragen. Neue genetische Studiendesigns – wie z. B. „Mendelian randomization studies“ – sind grundsätzlich auch bei Frühgeborenen einsetzbar und können pathophysiologische Zusammenhänge klären helfen und die Identifikation kausaler Biomarker ermöglichen.

Schlussfolgerung
Die Reduktion von Komplikationen wie Hirnblutungen und BPD ist ein vordringliches Ziel der kommenden Jahre, da nur so eine nachhaltige Reduktion von kurz- und langfristiger Morbidität erreicht werden kann.

Titel in ÜbersetzungComplications in preterm infants: Clinical and genetic risk factors
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftMonatsschrift fur Kinderheilkunde
Jahrgang164
Ausgabenummer8
Seiten (von - bis)668-672
Seitenumfang5
ISSN0026-9298
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 01.08.2016

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  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
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  2. SDG 5 – Gender Equality
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