Klassifikation und klinische Diagnostik des Schilddrüsenkarzinoms - Benigner Knoten oder therapierelevantes Karzinom?

Christian Hubold*, Hendrik Lehnert

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit
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Abstract

Die klinische Diagnostik von Schilddrüsenkarzinomen entspricht zunächst der Differentialdiagnose von Schilddrüsenknoten. Die Basisdiagnostik umfasst Anamnese, klinische Untersuchung, Schilddrüsensonografie sowie eine Laborchemie für TSH und Calcitonin. Zusätzlich bietet die Szintigrafie mit 99Tc-Pertechnetat eine funktionelle Beurteilung von Schilddrüsenknoten. Im Falle eines sonografisch suspekten oder hypofunktionellen („kalten“) Schilddrüsenknotens ist eine weitere Abklärung mittels Feinnadelpunktion und anschließender Cytologie indiziert. Neue Verfahren, wie Elastografie, PET/CT und molekulare Cytogenetik können die etablierte Diagnostik potentiell ergänzen und verbessern. Das gemeinsame Ziel der Diagnostik besteht darin, maligne von benignen Knoten zu differenzieren und einer operativen Therapie zuzuführen. Im Falle eines Schilddrüsenkarzinoms ermöglicht eine präzise präoperative Diagnostik, die notwendige Therapie optimal zu planen und Nachoperationen zu verhindern. Die Prognose des operierten Schilddrüsenkarzinoms hängt entscheidend von der Histologie und vom Tumorstadium ab. In der Tumornachsorge fungiert die Thyreoglobulinkonzentration nach erfolgter Thyreoidektomie und Radioiodtherapie als wertvoller Tumormarker.
Titel in ÜbersetzungClassification and clinical diagnostics for thyroid cancer - Benign nodules or carcinoma requiring therapy?
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftKlinikarzt
Jahrgang41
Ausgabenummer10
Seiten (von - bis)458-463
Seitenumfang6
ISSN0341-2350
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 14.11.2012

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