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Keine assoziation zwischen p53-uberexpression und polarographisch gemessener tumoroxygenierung bei patienten mit kopf-hals-karzinomen

Axel Becker*, Peter Stadler, Ulf Krause, Thomas Kuhnt, Gabriele Hänsgen, Peer Dettmar, Horst Jürgen Feldmann, Friedrich Wilhelm Rath, Michael Molls, Jürgen Dunst

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Ziel: Klinische Prüfung einer potentiellen Beziehung zwischen polarographisch gemesener Tumoroxygenierung und p53-Status bei Patienten mit Plattenepithelkarzinomen der Kopf-Hals-Region. Patienten und Methode: Bei 99 Patienten mit überwiegend fortgeschrittenen, histologisch gesicherten Plattenepithelkarzinomen der Kopf-Hals-Region wurden neben den klassischen Tumorparametern (TNM-Stadium, histologisches Grading) die immunhistochemische p53-Überexpression (DO-7) und der Tumoroxygenierungsstatus ermittelt (Eppendorf-pO2-Histograph). Simultan erfolgte die Bestimmung des Tumorvolumens und der Hämoglobinkonzentration. Ergebnisse: Zwischen immunhistochemisch p53-positiven (≥ 10% angefärbte Zellen) und p53-negativen (< 10% angefärbte Zellen) Tumoren fand sich weder für den pO2-Median noch für die relative Anzahl von Werten ≤ 5 mm Hg ein statistisch signifikanter Unterschied. Auch bei der Betrachtung der Hämoglobinkonzentration, der TNM-Klassifikation, des histologischen Gradings und des Tumorvolumens fanden sich zwischen beiden p53-Gruppen keine statistisch relevanten Differenzen. Schlussfolgerung: Unsere Daten sprechen gegen eine Assoziation von p53-Überexpression und Tumorhypoxie bei Kopf-Hals-Karzinomen. Zu experimentellen und klinischen Ergebnissen, die bei anderen Tumorentitäten zeigen, dass Hypoxie zu einer p53-vermittelten Steigerung der Malignität führt, ergibt sich trotzdem kein prinzipieller Widerspruch. Die in unserer Studie adäquate Oxygenierung von p53-positiven und p53-negativen Tumoren reflektiert sich in einer vergleichbaren klinischen Tumoraggressivität beider Gruppen. Dies könnte dadurch bedingt sein, dass bei Kopf-Hals-Karzinomen hypoxieassoziierte, aber p53-unabhängiger Formen der Selektion von Tumorzellen mit malignerem Phänotyp zum Tragen kommen. Es bedarf jedoch weiterführender Untersuchungen, um einen solchen möglichen Zusammenhang zu belegen.
Titel in ÜbersetzungNo association between p53-overexpression and polarographically measured tumor oxygenation in patients with head and neck carcinomas
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftStrahlentherapie und Onkologie
Jahrgang176
Ausgabenummer10
Seiten (von - bis)475-480
Seitenumfang6
ISSN0179-7158
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2000

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