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Können wir mehr, als wir wissen? - Die molekulare therapie des mammakarzinoms: Was leistet die translationale forschung in Deutschland?

Achim Rody*, N. Harbeck, M. Kaufmann

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

In den nächsten Jahren werden beim Mammakarzinom zahlreiche molekulare Substanzen im Rahmen klinischer Studien erprobt werden. Dies gibt Hoffnung auf neue Therapieansätze. Allerdings birgt diese Entwicklung auch Gefahren, die in engem Zusammenhang mit den pathophysiologischen Grundlagen und dem teilweise noch lückenhaften Verständnis hinsichtlich der Wirksamkeit solcher Substanzen stehen. Durch die derzeit noch unzureichende tumorbiologische (molekulare) Klassifikation des Mammakarzinoms, unpräzise Definition des Therapietargets und teilweise fehlende translationale Subprotokollen innerhalb entsprechender klinischer Studien laufen wir Gefahr, zahlreiche, wahrscheinlich effektive Substanzen als unwirksam zu deklarieren, weil sie am falschen oder unzureichend selektionierten Patientenkollektiv evaluiert wurden. Daher ist in Zukunft der enge Schulterschluss von Grundlagenforschung, molekularer Diagnostik und klinischer Anwendung unverzichtbar. Darüber hinaus ist die Auseinandersetzung mit den molekularen Zusammenhängen dieser neuen Therapieansätze Grundlage für den erfolgreichen Einsatz zielgerichteter Substanzen in der Klinik. Dies erscheint umso wichtiger, da sich Therapiedauer (hin zu einer langfristigen Therapie) und Nebenwirkungsspektrum verändern werden. Daher sind regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen, die die molekularen Grundlagen des Mammakarzinoms zum Inhalt haben, jetzt und in Zukunft unabdingbar, um den engen Dialog zwischen translationaler Forschung und klinischer Patientenversorgung zu gewährleisten.
Titel in ÜbersetzungMore power than knowledge? - The molecular therapy of breast cancer: Prospects of translational medicine in Germany
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftGeburtshilfe und Frauenheilkunde
Jahrgang68
Ausgabenummer8
Seiten (von - bis)785-788
Seitenumfang4
ISSN0016-5751
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 08.2008

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  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
    SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen

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