Abstract
Internetbasierte Selbstmanagementinterventionen sind wirksam in der Prävention und Behandlung psychischer Störungen. Allerdings ist es für Betroffene, Behandler und Entscheider im Gesundheitswesen schwer, sichere und wirksame Angebote zu identifizieren.
Ziel der Arbeit
Entwicklung von Qualitätskriterien für Selbstmanagementinterventionen.
Methoden
Ausgehend von einer unspezifischen Bewertungsmatrix formulierte eine Arbeitsgruppe zweier wissenschaftlicher Fachgesellschaften spezifische Qualitätskriterien für Selbstmanagementinterventionen für psychische Störungen. Dabei wurden Betroffene und andere Interessenvertreter mit einbezogen.
Ergebnisse
Es wurden acht zentrale Kriterien mit insgesamt 17 Unterpunkten entwickelt. Diese müssen erfüllt sein, um eine Intervention zu zertifizieren. Im Mittelpunkt stehen dabei therapeutische Qualitätsanforderungen, Patienten- und Datensicherheit sowie die Erbringung eines Wirksamkeitsnachweises im Rahmen mindestens einer randomisierten Studie. Fünf weitere Kriterien werden lediglich deskriptiv erfasst, sind jedoch nicht ausschlaggebend für die Zertifizierung.
Diskussion
Die vorliegenden Qualitätskriterien dienen als Ausgangspunkt für die Etablierung eines Zertifizierungsprozesses. Dieser könnte dazu beitragen, dass internetbasierte Selbstmanagementinterventionen für psychische Störungen im deutschen Gesundheitssystem Teil der Routineversorgung werden.
| Titel in Übersetzung | Internet-based self-management interventions: Quality criteria for their use in prevention and treatment of mental disorders |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Nervenarzt |
| Jahrgang | 89 |
| Ausgabenummer | 11 |
| Seiten (von - bis) | 1277-1286 |
| Seitenumfang | 10 |
| ISSN | 0028-2804 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 01.11.2018 |
Fördermittel
Interessenkonflikt. M. Bohus erhält Forschungs-geldervon DFG, BMBF, AOKBaden Württemberg. D.D. Ebert erhält Forschungsgelder von EU, BMBF, DFG, BARMER, DRV, Unfallkasse sowie Beraterhonorare hinsichtlich Internetinterventionen von TK, Sanofi, Minddistrict,Lantern,Schön Kliniken,Agaplesion, zudem ist er Teilhaber des GET.ON Institutes GmbH, dessen Ziel es istevidenzbasierte internetbasierte Interventionen in derRegelversorgungverfügbarzu machen.C.Jacobierhielt Bezahlung/Honorare für Bücher (Beltz, Hogrefe) über Verhaltenstherapie bei EssstörungenunderhältForschungsgeldervonderEu-ropean Commission. J.P. Klein erhält Finanzierung für klinische Studien (Bundesministerium für Gesundheit, Servier), BezahlungfürVorträge zu Internetinter-ventionen (Servier)undBezahlungfürWorkshops und Bücher (Beltz, Elsevier, Hogrefe) über Psycho-therapie chronischer Depression und psychiatrische Notfälle. C. Knaevelsrud erhält Forschungsgelder von DFG, BMBF, BMVG, BMZ sowie der TK. M. Löbner führt themenbezogene wissenschaftliche Forschungspro-jekte durch, die von der DFG, vom BMBF und der AOK Bundfinanziertwerden (institutsgebundene Grants). S.G. Riedel-Hellerführtthemenbezogene wissen-schaftliche Forschungsprojekte durch, die von der DFG, vom BMBF, dem Innovationsfond und der AOK Bundfinanziertwerden (institutsgebundene Grants). U. Sprickhieltbezahlte VorträgefürdieFirmaServier undistMitglieddes Wissenschaftsboards der Firma Otsuka. EristwissenschaftlicherLeiterderInternet-Psychotherapie „net-step“amSAJKNeuss. G. Gerlin-ger, K. Günther, J. Sander und I. Hauth geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
UN SDGs
Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung
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SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
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SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
Strategische Forschungsbereiche und Zentren
- Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)
Fingerprint
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